USB-Standards (Vergleich USB 1.1 bis USB4 2.0)
Vergleich der USB-Versionen 1.1, 2.0, 3.0, 3.1, 3.2 und USB4 nach Einführungsjahr, Steckertyp, maximaler Übertragungsgeschwindigkeit und Eigenschaften. Eine kostenlose Referenz, die Fragen wie "USB-Typen" und "Unterschiede zwischen USB-Standards" beantwortet, mit Suchfilter.
| Standard | Stecker | Jahr | Max. Übertragungsgeschwindigkeit | Merkmal | Aktueller Status |
|---|---|---|---|---|---|
| USB 1.1 | Type-A / Type-B | 1998 | 12 Mbps | Der erste weit verbreitete USB-Standard, verwendet zum Anschluss langsamer Geräte wie Mäuse und Tastaturen. | Ist aus heutigen Verbrauchergeräten praktisch verschwunden und bleibt nur zur Kompatibilität mit älteren Geräten erhalten. |
| USB 2.0 | Type-A / Type-B / Mini-B / Micro-B | 2000 | 480 Mbps | Vermarktet als "Hi-Speed USB", wurde er über Jahre hinweg zum etablierten Standard für zahlreiche Peripheriegeräte wie USB-Sticks, externe Festplatten und Drucker. | Nach heutigen Maßstäben langsam, aber weiterhin aktiv genutzt bei günstigen Mäusen, Tastaturen und reinen Ladekabeln. |
| USB 3.0 | Type-A / Micro-B / Type-C | 2008 | 5 Gbps | Oft an blauen Steckern und Kabeln erkennbar, war dies der erste SuperSpeed-Standard mit einer theoretischen Geschwindigkeit von etwa dem Zehnfachen von USB 2.0. | Wurde später in USB 3.1 Gen1 und dann in USB 3.2 Gen1 umbenannt – der Ausgangspunkt der Namensverwirrung bei USB 3.x. |
| USB 3.1 Gen2 | Type-C | 2013 | 10 Gbps | Bekannt als SuperSpeed+, verdoppelt es die Geschwindigkeit von USB 3.0 auf 10 Gbit/s und wird hauptsächlich mit USB-C-Steckern verwendet. | Wird später auch USB 3.2 Gen2 genannt. Häufig verwendet für den Anschluss schneller externer Speicher wie externer SSDs. |
| USB 3.2 Gen2x2 | Type-C | 2017 | 20 Gbps | Erreicht durch die gleichzeitige Nutzung zweier Datenkanäle theoretisch 20 Gbit/s – ein Standard, der ausschließlich über USB-C-Stecker unterstützt wird. | Bisher unterstützen nur wenige Geräte und Kabel diesen Standard, und die Verbreitung bleibt begrenzt, da die Branche stattdessen auf USB4 setzt. |
| USB4 | Type-C | 2019 | 40 Gbps | Standardisiert auf Basis der Thunderbolt-3-Technologie, ausschließlich für USB-C, mit Unterstützung von bis zu 40 Gbit/s, DisplayPort Alt Mode und bis zu 100 W Stromversorgung. | Die Verbreitung nimmt zu, insbesondere bei Macs und leistungsstarken Notebooks, als einheitlicher Verbindungsstandard für Peripheriegeräte. |
| USB4 2.0 | Type-C | 2022 | 80 Gbps | Eine weitere Verbesserung von USB4 mit einer neuen physischen Schicht, die theoretisch 80 Gbit/s (bzw. 120 Gbit/s in nur eine Richtung) erreicht – der neueste Standard. | Kompatible Produkte sind erst seit 2024 auf dem Markt – eine breite Verbreitung steht noch bevor. |
Tipps
- Selbst wenn das Kabel selbst USB4 unterstützt, wird diese Geschwindigkeit nicht erreicht, solange nicht auch die Geräte an beiden Enden USB4 unterstützen. Prüfen Sie Kabel, Geräte und Anschlüsse gemeinsam.
- Die Form eines USB-C-Steckers allein sagt nichts darüber aus, welchen internen Standard (USB 2.0, 3.2 oder 4) ein bestimmtes Kabel unterstützt, daher lässt sich die Geschwindigkeit nicht allein an der Steckerform ablesen.
- Schnellladen (USB Power Delivery) erfordert einen USB-C-Stecker sowie eine passende Kombination aus Kabel, Ladegerät und Gerät, die dies alle unterstützen.
- Anschlüsse für USB 3.0 und neuer sind innen oft blau gefärbt, wodurch sie sich auf einen Blick optisch von älteren USB-2.0-Anschlüssen unterscheiden lassen.
- Um die volle Geschwindigkeit eines schnellen externen Speichers wie einer SSD zu nutzen, wählen Sie ein Kabel und einen Anschluss, die USB 3.2 Gen2 oder höher unterstützen.
Häufig gestellte Fragen
Übrigens – Warum ist die USB-Namensgebung so verwirrend?
Die Namen der USB-Standards haben sich seit ihrer Einführung immer wieder geändert. "USB 3.0", das 2008 vorgestellt wurde, wurde 2013 im Rahmen einer Neuordnung der Namensgebung durch das USB-IF (das Branchengremium, das die USB-Standards entwickelt) in "USB 3.1 Gen1" umbenannt und 2017 erneut in "USB 3.2 Gen1". Die zugrunde liegende Übertragungsgeschwindigkeit (5 Gbit/s) änderte sich dabei nie, doch der Name wechselte dreimal – was bei Verbrauchern große Verwirrung darüber auslöste, welcher Standard nun tatsächlich schneller war. Aus dieser Erfahrung ist das USB-IF seit USB4 zu einfachen Generationsbezeichnungen wie "USB4" und "USB4 2.0" übergegangen.
Die eigentliche Bedeutung des USB-C-Steckers liegt nicht nur in seiner kompakten Größe, sondern in seinem umkehrbaren Design, das ein Einstecken in beide Richtungen erlaubt, sowie in einem Mechanismus namens "Alternate Mode", der es einem einzigen Kabel ermöglicht, mehrere Protokolle gleichzeitig zu übertragen. In einem USB-C-Kabel können gleichzeitig USB-Datensignale, DisplayPort-Videosignale, schnelle Thunderbolt-Daten und sogar Hochleistungsladung über USB Power Delivery übertragen werden, sodass ein einziges Kabel wie eine Dockingstation fungieren kann – es versorgt ein Notebook mit Strom, steuert einen externen Monitor an und überträgt gleichzeitig Daten von Peripheriegeräten.
Mit USB4 2.0, das theoretisch 80 Gbit/s erreicht, hat USB die Leistung von Thunderbolt – einem Standard, der ursprünglich von den Konkurrenten Apple und Intel vorangetrieben wurde – nahezu eingeholt. Tatsächlich wurde USB4 selbst auf Basis der Thunderbolt-3-Technologie standardisiert, und der technische Abstand zwischen beiden verringert sich Jahr für Jahr. Künftig dürfte die physische Steckerform (USB-C) unverändert bleiben, während der interne Übertragungsstandard weiterhin per Software aktualisiert wird – für Verbraucher wird es damit wichtiger, den unterstützten Standard von Kabeln und Geräten zu prüfen als sich allein an der Steckerform zu orientieren.