Affiliate-Einnahmen-Rechner

Mit monatlichen Klicks, Konversionsrate (CVR) und Provision pro Abschluss lässt sich das Einnahmepotenzial eines Blogs oder einer Affiliate-Website täglich, monatlich und jährlich abschätzen. Inklusive Richtwerttabelle der Provisionen nach Branche.

Richtwerte für Provisionen nach Branche (in US-Dollar)

Branche Richtwert der Provision
Finanzen/Kreditkarten 20 $ – 150 $
Versicherungen (Angebote/Beratung) 15 $ – 80 $
Online-Bildung 30 $ – 200 $
Beauty/Nahrungsergänzung im Abo 10 $ – 50 $
Streaming/Abo-Dienste 5 $ – 30 $
E-Commerce/physische Produkte 1 % – 10 % des Umsatzes
Apps/Spiele-Installationen 0,50 $ – 5 $

Affiliate-Erlöse berechnen

Tragen Sie monatliche Klicks, Konversionsrate und Vergütung je Abschluss ein, und dieses Werkzeug schätzt den zu erwartenden Erlös auf Tages-, Monats- und Jahresbasis. Die Rechnung ist eine schlichte Multiplikation — Klicks × Konversionsrate × Vergütung —, doch die drei Größen nebeneinander zu sehen erleichtert das Zurückrechnen von einem Ziel und zeigt, welcher Hebel das Ergebnis tatsächlich bewegt.

**Wichtig zu wissen ist, dass hier die entstandene und nicht die bestätigte Vergütung herauskommt.** Ein Abschluss wird zunächst erfasst und erst danach vom Netzwerk oder vom Werbetreibenden geprüft. Ein Teil wird abgelehnt: Stornos, Doppelanträge, Käufe über den eigenen Link, unvollständige Angaben im Formular. Diese Bestätigungsquote schwankt stark nach Segment — bei Warenangeboten pendelt sie oft um neunzig Prozent, bei Finanz- und Vertragsabschlüssen **fällt sie nicht selten auf fünfzig bis siebzig Prozent**. Eine Jahresplanung ohne diese Quote arbeitet mit einer genau um diesen Anteil überhöhten Zahl.

**Der zweite Punkt: Programme nicht allein an der Vergütung messen.** Eine Festvergütung und eine Umsatzbeteiligung meinen nicht dasselbe, und hoch vergütete Angebote konvertieren meist schlechter. Wer vergleichen will, sieht sich den Erlös je Klick an: Er führt beides darauf zurück, was ein einzelner Klick wert war, und bringt unterschiedlich gebaute Programme auf eine Skala.

So wird gerechnet

  1. Die monatlichen Klicks eintragen Zählen Sie die tatsächlichen Klicks auf den Link, nicht die Seitenaufrufe.
  2. Die Konversionsrate eintragen **Liefert Ihr Netzwerk-Dashboard einen Istwert, nehmen Sie diesen.** Er schlägt jede Schätzung.
  3. Die Vergütung je Abschluss eintragen Bei mehreren Programmen kommt eine umsatzgewichtete Vergütung der Wirklichkeit näher.
  4. Das Ergebnis als brutto lesen **Angezeigt wird die erfasste Vergütung.** Bei Ihnen ankommt sie multipliziert mit der Bestätigungsquote.

Tipps für die Nutzung

  • Verwenden Sie für die CVR möglichst echte Werte aus dem Dashboard Ihres Affiliate-Netzwerks. Ohne eigene Daten sind 0,5 bis 1 % ein üblicher Richtwert für Einsteiger.
  • Die Provision pro Abschluss unterscheidet sich stark je nach beworbener Branche. Orientieren Sie sich an der Tabelle mit Richtwerten weiter unten.
  • Wenn Sie mehrere Netzwerke oder Produkte kombinieren, rechnen Sie jedes einzeln durch und addieren Sie die Ergebnisse anschließend für ein realistischeres Gesamtbild.
  • Ändern Sie Klicks, CVR und Provision jeweils einzeln und rechnen Sie neu — so erkennen Sie, welcher Hebel Ihre Einnahmen am stärksten beeinflusst.

Anwendungsfälle

Von einem Erlösziel zurückrechnen

**Vergütung und Konversionsrate festhalten, Klicks bewegen — so zeigt sich die nötige Reichweite.**

Über einen Programmwechsel entscheiden

Vergütung und Konversionsrate gemeinsam zu tauschen legt offen, was die Vergütung allein verbirgt.

Den Spielraum eines Beitrags schätzen

Wo Klicks bereits vorhanden sind, schlägt eine bessere Konversion unmittelbar auf den Erlös durch.

Über Zukauf von Traffic entscheiden

**Das Werkzeug liefert den Erlös je Klick, direkt vergleichbar mit einem Anzeigengebot.**

Verwendete Begriffe

Konversionsrate
Anteil der Klicks, die zum Abschluss führten. **Er schwankt nach Segment so stark, dass fremde Werte wenig helfen.**
Vergütung
Betrag für einen Abschluss, als Festbetrag oder als Anteil am Umsatz.
Entstandene Vergütung
Die Vergütung im Augenblick der Erfassung. **Das ist es, was das Werkzeug anzeigt.**
Bestätigte Vergütung
Die geprüfte und zur Auszahlung freigegebene Vergütung. **Entstandene Vergütung mal Bestätigungsquote.**
Bestätigungsquote
Anteil der erfassten Abschlüsse, der bestätigt wird. **Je nach Segment fünfzig bis neunzig Prozent.**
Erlös je Klick
Erlös geteilt durch Klicks. **Das Maß, das unterschiedlich gebaute Programme auf eine Skala bringt.**

Häufig gestellte Fragen

Die CVR (Conversion Rate) gibt an, welcher Anteil der Nutzer, die auf einen Werbe- oder Affiliate-Link geklickt haben, tatsächlich einen Kauf oder eine Anmeldung abgeschlossen hat. Bei 100 Klicks und einem Abschluss liegt die CVR bei 1 %. Sie schwankt stark je nach Branche, Produktpreis und Qualität der Landingpage.

Netzwerke wie Amazon PartnerNet, Awin, CJ Affiliate oder ShareASale zeigen die Provision pro Produkt oder Kampagne im Dashboard bzw. auf der jeweiligen Programmseite an. Da sich die Sätze zwischen Netzwerken und Kampagnen unterscheiden können, lohnt sich ein Vergleich mehrerer Anbieter.

Möglich sind unter anderem der Wechsel zu Produkten mit höherer CVR, der Umstieg auf Netzwerke oder Kampagnen mit besseren Provisionen sowie mehr Traffic durch bessere Suchmaschinenrankings. CVR und Provisionshöhe wirken sich oft ebenso stark auf die Einnahmen aus wie die Klickzahl selbst.

Die Berechnung basiert auf einer einfachen Multiplikation der eingegebenen Werte für Klicks, CVR und Provision. Reale Einnahmen können durch saisonale Schwankungen, laufende Kampagnen oder nachträglich abgelehnte Abschlüsse (sogenannte Chargebacks) abweichen. Verbindliche Zahlen liefert stets das Dashboard des jeweiligen Affiliate-Netzwerks.
Tool-kun

Übrigens – Die Ursprünge des Affiliate-Marketings

Als Ursprung des Affiliate-Marketings gilt das 1996 von Amazon gestartete Amazon-Associates-Programm. Das Prinzip, eine Provision für vermittelte Verkäufe zu zahlen, begann als Vertriebsweg für Bücher, verbreitete sich aber rasch über den gesamten E-Commerce. In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Affiliate-Netzwerke, und für Blogger und Creator wurde das Modell zu einer der wichtigsten Einnahmequellen im Netz.

Bei der Provision haben sich im Wesentlichen zwei Modelle etabliert: ein fester Betrag pro Abschluss oder ein prozentualer Anteil am Verkaufswert. Hochpreisige Branchen wie Finanzprodukte oder Kreditkarten zahlen meist feste Beträge, während im physischen E-Commerce oft ein kleiner Prozentsatz des Umsatzes üblich ist. Je nach Branche unterscheidet sich damit auch die Struktur der Einnahmen erheblich.

Auffällig ist, dass die CVR bei ähnlichem Traffic-Volumen um ein Vielfaches variieren kann — abhängig davon, wie gut der Inhalt zur Zielgruppe passt und wie überzeugend die Landingpage gestaltet ist. Wer die Einnahmen wirklich steigern will, sollte deshalb nicht nur auf mehr Besucher setzen, sondern gezielt an Textqualität, Vergleichstabellen und Vertrauenssignalen wie Erfahrungsberichten arbeiten.

Laut Affiliate-Marketing-Statistiken aus dem Jahr 2026 (Daten, die etwa von Optimonk und WeCanTrack veröffentlicht werden) liegt die branchenweite Durchschnitts-CVR meist bei etwa 0,5-1 %, eine CVR von 1-5 % gilt als gut, und 5-10 % gehören zur Spitzengruppe. Die CVR-Bewertungsfunktion dieses Tools übernimmt diese Spanne als Richtwert; Branche und Traffic-Quelle (Links im Artikel, E-Mail oder soziale Medien) können sie jedoch um ein Vielfaches verschieben – betrachten Sie sie also als groben Anhaltspunkt, nicht als strengen Maßstab.