US-Routing-Number-Prüfer (ABA-Prüfziffer berechnen)
Kostenloses Tool zur Validierung und Berechnung der Prüfziffer einer US-amerikanischen ABA Routing Number (der 9-stelligen Kennung für Banküberweisungen). Ob Sie 8 oder 9 Ziffern eingeben, wird automatisch erkannt, und zusätzlich wird der zugehörige Federal Reserve District ermittelt. Die gesamte Berechnung erfolgt direkt in Ihrem Browser.
Was ist der ABA-Routing-Number-Prüfer?
Dieses kostenlose Online-Tool validiert und berechnet die Prüfziffer der 9-stelligen ABA Routing Number – des Codes, der eine US-Bank identifiziert – und ermittelt zusätzlich den zugehörigen Federal Reserve District. Die Berechnung folgt dem Mod-10-Prüfsummenverfahren des MICR-Standards, bei dem die Ziffern mit den Werten 3, 7 und 1 gewichtet werden.
Anhand der eingegebenen Ziffernanzahl (8 oder 9) wird das Format automatisch erkannt, ein manuelles Umschalten des Modus ist nicht nötig. Enthält die eingegebene Nummer bereits eine Prüfziffer, wird sie validiert; werden nur die 8 Ziffern ohne Prüfziffer eingegeben, berechnet und ergänzt das Tool die passende Prüfziffer automatisch. Bitte beachten Sie: Dieses Tool bestätigt lediglich, ob das Format korrekt ist – den tatsächlichen Namen der Bank kann es nicht ermitteln (zur Bestätigung wenden Sie sich bitte an die empfangende Bank).
Verwendung
- Routing Number eingeben Sie können die Nummer auch mit vorhandenen Leerzeichen oder Bindestrichen einfügen.
- Erkanntes Format und Ergebnis prüfen Das erkannte Format (mit oder ohne Prüfziffer) sowie das Validierungs- oder Berechnungsergebnis werden angezeigt.
- Federal Reserve District prüfen Der aus den ersten beiden Ziffern ermittelte Bezirksname wird angezeigt (bei fehlendem passendem Präfix erscheint „nicht zutreffend").
- Eine andere Nummer ausprobieren Setzen Sie die Eingabe über die Schaltfläche „Zurücksetzen" zurück, um eine weitere Nummer zu prüfen.
Tipps für die Nutzung
- Sie können die Nummer auch mit Leerzeichen oder Bindestrichen einfügen — diese werden vor der Berechnung automatisch entfernt.
- Geben Sie die 8-stellige Nummer ohne Prüfziffer ein, und das Tool ergänzt automatisch die richtige Prüfziffer zur vollständigen 9-stelligen Nummer.
- Die ersten beiden Ziffern werden als „Federal Reserve Routing Symbol" bezeichnet. Liegen sie zwischen 01 und 12, 21 und 32 oder 61 und 72, lässt sich daraus ermitteln, zu welchem der 12 Federal Reserve Districts die Nummer gehört.
- Dieses Tool prüft nur, ob das Format (die Prüfziffer) korrekt ist. Ob die Bank tatsächlich existiert oder das Konto aktiv ist, kann es nicht bestätigen. Wenden Sie sich für diese Angaben direkt an die empfangende Bank.
- Bei internationalen Überweisungen (Wire Transfer) an US-Banken werden manchmal sowohl eine Routing Number als auch ein SWIFT/BIC-Code verlangt. Prüfen Sie sorgfältig, welche der beiden Angaben in Ihren Zahlungsanweisungen tatsächlich gefordert wird.
Anwendungsfälle
Kontrolle vor einer internationalen Überweisung
Prüfen Sie die von einer US-Universität, einer Immobilienfirma oder einem Geschäftspartner mitgeteilte Routing Number, bevor Sie eine Überweisung senden.
Formularprüfung in Buchhaltung und Rechtsabteilung
Beim Übertragen US-amerikanischer Bankdaten aus einer Rechnung oder Zahlungsanweisung lassen sich Formatfehler sofort mithilfe der Prüfziffer erkennen.
Referenz für die Entwicklung von Validierungslogik
Nutzen Sie es als Referenz, um das erwartete Verhalten einer Routing-Number-Validierung (Mod-10-Prüfsumme) in einem für die USA bestimmten Zahlungsformular zu überprüfen.
Digitalisierung alter Schecks und Dokumente
Beim Erfassen von Routing Numbers aus Papierschecks oder alten Verträgen in einer Datenbank lassen sich OCR-Lesefehler mithilfe der Prüfziffer erkennen.
Glossar
- ABA Routing Number
- Ein 9-stelliger Code, den die American Bankers Association 1910 entwickelt hat, um eine US-Bank eindeutig zu identifizieren. Er wird bei Schecks, ACH-Überweisungen und Wire Transfers verwendet.
- MICR
- Der Standard für die Zeichen in magnetischer Tinte (Magnetic Ink Character Recognition), die am unteren Rand von Schecks gedruckt werden. Er legt auch die Prüfsummenformel für Routing Numbers fest.
- Prüfziffer
- Die letzte Ziffer der Routing Number, die anhand einer Formel berechnet wird, um Tipp- oder Abschreibfehler zu erkennen.
- Federal Reserve District
- Eine von 12 Regionen, die vom US-amerikanischen Zentralbanksystem (der Federal Reserve) verwaltet werden. Die ersten beiden Ziffern der Routing Number zeigen, zu welchem Bezirk eine Bank gehört.
- ACH
- Das Automated Clearing House, ein Netzwerk für inländische Überweisungen zwischen Banken in den USA, etwa für Gehaltszahlungen oder Lastschriften, das auf der Routing Number basiert.
- Wire Transfer
- Ein Verfahren zur sofortigen Überweisung von Geldern zwischen Banken. Manche Banken verwenden für Wire Transfers eine andere Routing Number als für ACH-Überweisungen.
Häufig gestellte Fragen
Übrigens – Die geheimnisvolle Zahl unter Ihrem Scheck
Die ABA Routing Number geht auf das Jahr 1910 zurück, als die American Bankers Association ein System entwickelte, um jede Bank im Land eindeutig zu identifizieren. Damals war der Scheck das wichtigste Zahlungsmittel, und um große Mengen davon zwischen Banken von Hand zu sortieren, brauchte jede Bank eine eigene, eindeutige Nummer. Genau diese Nummer wird bis heute am unteren Rand von Schecks gedruckt – als Teil jener eigenartig geformten Zeichen, die als MICR-Schrift (Magnetic Ink Character Recognition) bekannt sind.
Die Nummer ist keine reine fortlaufende Zählung: Das Besondere ist, dass in den ersten beiden Ziffern geografische Informationen stecken. Die Vereinigten Staaten sind in 12 Federal Reserve Districts unterteilt, nummeriert von Boston (Nummer 1) an der Ostküste bis San Francisco (Nummer 12) an der Westküste. Dank dieser Struktur genügt ein Blick auf die ersten beiden Ziffern der Routing Number, um zu erkennen, zu welchem Federal Reserve District eine Bank gehört.
Die abschließende Prüfziffer wiederum dient dazu, einfache Abschreibfehler zu erkennen. Mithilfe einer gewichteten Formel mit den Werten 3, 7 und 1 (festgelegt im MICR-Standard) lassen sich die meisten Tippfehler bei einer einzelnen Ziffer oder vertauschte Ziffernpaare erkennen, wie sie beim manuellen Abschreiben leicht vorkommen. Es ist bemerkenswert, dass ein vor mehr als hundert Jahren entwickeltes System diese Aufgabe auch heute noch zuverlässig erfüllt – selbst jetzt, da Online-Banking und ACH-Überweisungen längst zum Alltag gehören.