Mathematik

Kubischer Funktionsgraph (y = ax³ + bx² + cx + d)

Geben Sie die Koeffizienten a–d ein, um die kubische Funktion y = ax³ + bx² + cx + d zu zeichnen. Berechnet automatisch den Wendepunkt und lokale Extrema.

Tipps

  • Der kubische Koeffizient a bestimmt die Grundrichtung des Graphen. Bei a > 0 steigt die Kurve von unten links nach oben rechts; bei a < 0 fällt sie von oben links nach unten rechts.
  • Der Wendepunkt ist der Punkt, an dem sich die Krümmung ändert. Seine x-Koordinate ist x = −b ÷ (3a) und wird als oranges Raute-Symbol angezeigt.
  • Lokale Extrema erhält man durch Lösen von dy/dx = 3ax² + 2bx + c = 0. Lokale Maxima werden grün, lokale Minima lila dargestellt. Ist die Diskriminante dieser Gleichung ≤ 0, gibt es keine lokalen Extrema und die Funktion ist monoton.
  • Standard ist y = x³ − 3x (a=1, b=0, c=-3, d=0), ein klassisches Beispiel mit lokalem Maximum bei (−1, 2) und lokalem Minimum bei (1, −2).

Häufige Fragen

Ein Wendepunkt ist der Punkt, an dem sich die Krümmungsrichtung des Graphen ändert. Für y = ax³ + bx² + cx + d setzt man die zweite Ableitung d²y/dx² = 6ax + 2b gleich null und erhält x = −b ÷ (3a). An diesem Punkt wechselt der Graph von konkav nach konvex (oder umgekehrt).

Ein lokales Maximum ist ein Punkt, an dem y größer ist als in benachbarten Punkten (ein lokaler Gipfel); ein lokales Minimum ist ein Punkt, an dem y kleiner ist (ein lokales Tal). Man findet sie durch Lösen von dy/dx = 3ax² + 2bx + c = 0 und Prüfen des Vorzeichens der zweiten Ableitung (negativ → Maximum, positiv → Minimum). Ist die Diskriminante ≤ 0, gibt es keine Extrema.

Ja. Die Gleichung ax³ + bx² + cx + d = 0 (mit reellen Koeffizienten) hat immer mindestens eine reelle Wurzel. Laut dem Zwischenwertsatz gilt für a > 0: y → +∞ für x → +∞ und y → −∞ für x → −∞, sodass der Graph mindestens einmal die x-Achse kreuzen muss.

Die Richtung des Graphen wird umgekehrt: Statt von unten links nach oben rechts zu steigen, fällt er von oben links nach unten rechts. Lokale Extrema treten bei denselben x-Koordinaten auf, aber die y-Werte sind vorzeichenumgekehrt gegenüber dem Fall a > 0.

Übrigens – Der Streit um die kubische Formel

Die allgemeine Lösung kubischer Gleichungen (Cardanische Formel) löste im 16. Jahrhundert einen erbitterten Streit unter italienischen Mathematikern aus. Niccolò Tartaglia entdeckte eine Lösungsmethode und teilte sie Gerolamo Cardano unter dem Versprechen der Geheimhaltung mit. 1545 veröffentlichte Cardano die Formel jedoch in seinem Werk Ars Magna, was Tartaglia als Verrat betrachtete und einen heftigen Streit auslöste.

Bemerkenswert ist, dass die Lösung kubischer Gleichungen die Erfindung der komplexen Zahlen anregte. Selbst wenn die Gleichung nur reelle Wurzeln hat, können in der Cardanischen Formel Zwischenschritte mit √(−1) auftreten. Rafael Bombelli zeigte, dass die formale Behandlung dieser „imaginären Zahlen" zu den richtigen reellen Lösungen führt und legte damit den Grundstein der Theorie der komplexen Zahlen.