Gitarren-Kapodaster-Tabelle & Positionsrechner
Wählen Sie die Tonart des Songs und die offene Akkordform, die Sie spielen möchten (C, D, E, G, A usw.), und finden Sie sofort den passenden Kapodaster-Bund. Enthält eine vollständige 12-Bund-Tabelle für jede Dur- und Moll-Form.
Vollständige Tabelle (Dur-Formen: Bund 0–11)
Die Tonart, die beim Spielen der offenen Formen C, D, E, G, A bei einem bestimmten Kapodaster-Bund tatsächlich erklingt.
| Bund | C | D | E | G | A |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 | C | D | E | G | A |
| 1 | C♯/D♭ | D♯/E♭ | F | G♯/A♭ | A♯/B♭ |
| 2 | D | E | F♯/G♭ | A | B |
| 3 | D♯/E♭ | F | G | A♯/B♭ | C |
| 4 | E | F♯/G♭ | G♯/A♭ | B | C♯/D♭ |
| 5 | F | G | A | C | D |
| 6 | F♯/G♭ | G♯/A♭ | A♯/B♭ | C♯/D♭ | D♯/E♭ |
| 7 | G | A | B | D | E |
| 8 | G♯/A♭ | A♯/B♭ | C | D♯/E♭ | F |
| 9 | A | B | C♯/D♭ | E | F♯/G♭ |
| 10 | A♯/B♭ | C | D | F | G |
| 11 | B | C♯/D♭ | D♯/E♭ | F♯/G♭ | G♯/A♭ |
Vollständige Tabelle (Moll-Formen: Bund 0–11)
Die Tonart, die beim Spielen der offenen Formen Am, Dm, Em bei einem bestimmten Kapodaster-Bund tatsächlich erklingt.
| Bund | Am | Dm | Em |
|---|---|---|---|
| 0 | Am | Dm | Em |
| 1 | A♯m/B♭m | D♯m/E♭m | Fm |
| 2 | Bm | Em | F♯m/G♭m |
| 3 | Cm | Fm | Gm |
| 4 | C♯m/D♭m | F♯m/G♭m | G♯m/A♭m |
| 5 | Dm | Gm | Am |
| 6 | D♯m/E♭m | G♯m/A♭m | A♯m/B♭m |
| 7 | Em | Am | Bm |
| 8 | Fm | A♯m/B♭m | Cm |
| 9 | F♯m/G♭m | Bm | C♯m/D♭m |
| 10 | Gm | Cm | Dm |
| 11 | G♯m/A♭m | C♯m/D♭m | D♯m/E♭m |
Bei einer typischen Akustikgitarre liegt die praktische Grenze für den Kapodaster meist bei Bund 7–9, da der Korpus danach im Weg ist. Betrachten Sie höhere Bundwerte in der Tabelle nur als theoretischen Referenzwert.
Tipps
- Theoretisch kann der Kapodaster von Bund 0 (kein Kapodaster) bis Bund 11 platziert werden, praktisch liegt die Grenze aber meist bei Bund 7–9, bevor der Korpus stört.
- Dieselbe Tonart lässt sich oft mit mehr als einer Kombination aus Form und Bund erreichen – wählen Sie einfach die Form, die für Ihre Finger am bequemsten ist.
- Steht in einer Anleitung "Kapodaster auf Bund 2, wie eine G-Form spielen", genügt ein Blick auf die G-Spalte bei Bund 2 in der Tabelle, um sofort die tatsächlich klingende Tonart zu finden.
- Schlagen Sie nach dem Anbringen des Kapodasters einmal alle Saiten an, um sicherzustellen, dass keine durch ungleichmäßigen Druck dumpf klingt oder schnarrt.
Häufig gestellte Fragen
Übrigens – Die Geschichte des Kapodasters, einer Abkürzung fürs Transponieren
Der Kapodaster wurde erfunden, um ein Problem zu lösen, das Bundinstrumente wie Laute und Gitarre seit Jahrhunderten begleitet: Transponieren ist deutlich umständlicher als am Klavier, wo man für eine andere Tonart einfach zu anderen Tasten greift. Auf der Gitarre bedeutet ein Tonartwechsel oft, eine bequeme offene Akkordform gegen einen viel schwierigeren Barrégriff einzutauschen. Der Kapodaster löst das mit einem cleveren Trick: Statt die Form zu ändern, verschiebt er physisch den Referenzpunkt des Instruments – die Tonhöhe der leeren Saiten.
Das Wort "Capo" ist die Kurzform des italienischen "capotasto", was ungefähr "Kopf des Griffbretts" bedeutet, und schon im 19. Jahrhundert ist die Verwendung bei klassischen Gitarristen und Mandolinenspielern belegt. Frühe Modelle waren mit Schrauben festgezogene Metallstäbe; im Laufe des 20. Jahrhunderts setzten sich Gummiband- und Schnellspann-Klemmvarianten durch, und heute gehört der federbelastete Klemm-Kapodaster zur Standardausrüstung fast jedes Singer-Songwriters und Folk-Gitarristen.
Kapodaster sind nicht nur wegen der Bequemlichkeit beliebt. Mit leeren Saiten gespielte Akkorde klingen meist voller und nachhaltiger als derselbe Akkord, komplett in höheren Bundlagen gegriffen. Das bedeutet: Selbst wenn ein Song in einer barrégriff-lastigen Tonart geschrieben ist, kann das Anbringen eines Kapodasters mit Wechsel zu einer einfachen offenen Form ihn gleichzeitig leichter spielbar und besser klingend machen – genau deshalb enthalten so viele Gitarrenlektionen und Akkordblätter Hinweise wie "Kapodaster auf Bund 3, wie eine C-Form spielen".