Metronom (online, kostenlos)
Ein kostenloses Online-Metronom für Instrumentalübung, das bei eingestelltem BPM (Tempo) und Taktart einen Klickton erzeugt. Unterstützt auch die Tempoeingabe per Tap-Tempo.
Übersicht der Tempobezeichnungen (italienische Begriffe)
| Begriff (Italienisch) | Bedeutung | Richtwert BPM |
|---|---|---|
| Largo | Breit, sehr langsam | 40–60 |
| Larghetto | Etwas weniger breit als Largo | 60–66 |
| Adagio | Langsam, gemächlich | 66–76 |
| Andante | Im Gehtempo | 76–108 |
| Moderato | In mäßigem Tempo | 108–120 |
| Allegro | Schnell und lebhaft | 120–168 |
| Presto | Sehr schnell | 168–200 |
| Prestissimo | So schnell wie möglich | 200–208 |
Tipps zur Nutzung
- Sie können den BPM-Wert direkt eingeben oder über den Schieberegler bzw. die +/- Tasten anpassen. Wenn Ihre Noten eine Angabe wie „Viertel = 96" zeigen, geben Sie einfach genau diesen Wert ein.
- Wenn Sie die Schaltfläche „Tempo durch Tippen festlegen" wiederholt im Takt eines Stücks antippen, berechnet das Tool automatisch den BPM-Wert aus dem Abstand Ihrer Tipps und stellt ihn ein. Praktisch, wenn Sie das Tempo eines Stücks ohne Noten herausfinden möchten.
- Wird eine Taktart (2/4, 3/4, 4/4 usw.) eingestellt, hebt sich der erste Schlag jedes Takts (der betonte Schlag) mit einem quadratischen Rahmen ab, sodass Sie den Taktanfang leichter im Blick behalten.
- Die Wiedergabe nutzt die Web-Audio-API. Aufgrund von Browser-Beschränkungen für die automatische Wiedergabe kann es sein, dass der Ton unmittelbar nach dem Drücken von „Start" für einen kurzen Moment ausbleibt. Drücken Sie in diesem Fall die Schaltfläche einfach noch einmal.
Häufig gestellte Fragen
Übrigens – Bevor das Metronom erfunden wurde
Das heute bekannte Pendelmetronom verbreitete sich, nachdem der deutsche Erfinder Johann Nepomuk Mälzel 1815 ein Patent auf seine Konstruktion erhielt. Zuvor blieb Komponisten nichts anderes übrig, als ein ungefähres Tempo mit italienischen Bezeichnungen wie Allegro (schnell und lebhaft) oder Adagio (langsam) anzugeben – lange Zeit blieb ein Großteil der Auslegung dem Interpreten überlassen.
Beethoven interessierte sich schon früh für Mälzels Metronom, sobald es vorgestellt wurde, und gilt als einer der ersten Komponisten, die konkrete BPM-Tempoangaben in ihre eigenen Sinfonien schrieben. Die mechanischen Metronome jener Zeit hatten allerdings konstruktionsbedingt begrenzte Präzision, weshalb unter heutigen Musikern bis heute diskutiert wird, ob die von Beethoven angegebenen Tempi tatsächlich spielbar waren.
Heute ermöglichen browserstandardisierte Technologien wie die Web-Audio-API, dass ein Smartphone oder Computer ohne ein mitgeführtes mechanisches Spezialgerät einen präzisen Klickton erzeugt. Da Software-Timer anfällig für Verzögerungen und Abweichungen sind, kommt eine präzise Planung zum Einsatz – der genaue Zeitpunkt jedes Klangs wird im Voraus reserviert –, um eine Genauigkeit zu erreichen, die einem mechanischen Metronom nahekommt.