Metronom (online, kostenlos)

Ein kostenloses Online-Metronom für Instrumentalübung, das bei eingestelltem BPM (Tempo) und Taktart einen Klickton erzeugt. Unterstützt auch die Tempoeingabe per Tap-Tempo.

Übersicht der Tempobezeichnungen (italienische Begriffe)

Begriff (Italienisch) Bedeutung Richtwert BPM
Largo Breit, sehr langsam 40–60
Larghetto Etwas weniger breit als Largo 60–66
Adagio Langsam, gemächlich 66–76
Andante Im Gehtempo 76–108
Moderato In mäßigem Tempo 108–120
Allegro Schnell und lebhaft 120–168
Presto Sehr schnell 168–200
Prestissimo So schnell wie möglich 200–208

Was ist ein Metronom?

Mit diesem Online-Metronom können Sie BPM (Schläge pro Minute) und Taktart frei einstellen und einen gleichmäßigen Klick in diesem Tempo hören. Es ist völlig kostenlos, erfordert keine Installation und lässt sich direkt im Browser sofort für die Übung nutzen.

Wenn Sie eine Taktart wählen, wird der erste Schlag jedes Takts (der betonte Schlag) mit einem quadratischen Rahmen hervorgehoben, sodass Sie den Taktanfang leicht im Blick behalten. Außerdem steht Ihnen eine Tap-Tempo-Funktion zur Verfügung, mit der Sie den BPM-Wert einfach durch Antippen im Takt ermitteln können, sowie eine anpassbare Lautstärkeregelung.

So verwenden Sie dieses Metronom

  1. BPM einstellen Geben Sie die Zahl direkt ein, ziehen Sie den Schieberegler oder nutzen Sie die +/- Tasten. Kennen Sie das Tempo eines Stücks nicht, verwenden Sie stattdessen Tap-Tempo.
  2. Taktart wählen Wählen Sie 2/4, 3/4, 4/4 oder eine andere Taktart, die zu dem Stück passt, das Sie üben.
  3. Lautstärke anpassen Stellen Sie die Klicklautstärke so ein, dass sie neben Ihrem Instrument gut hörbar bleibt, ohne es zu übertönen.
  4. Start drücken Der Klick beginnt sofort. Orientieren Sie sich beim Spielen am betonten ersten Schlag, der im quadratischen Rahmen angezeigt wird.
  5. Tempo schrittweise steigern Erhöhen oder senken Sie den BPM-Wert zwischen den Durchgängen, um Geschwindigkeit und Sicherheit in einer Passage allmählich aufzubauen.

Tipps für die Nutzung

  • Sie können den BPM-Wert direkt eingeben oder über den Schieberegler bzw. die +/- Tasten anpassen. Wenn Ihre Noten eine Angabe wie „Viertel = 96" zeigen, geben Sie einfach genau diesen Wert ein.
  • Wenn Sie die Schaltfläche „Tempo durch Tippen festlegen" wiederholt im Takt eines Stücks antippen, berechnet das Tool automatisch den BPM-Wert aus dem Abstand Ihrer Tipps und stellt ihn ein. Praktisch, wenn Sie das Tempo eines Stücks ohne Noten herausfinden möchten.
  • Wird eine Taktart (2/4, 3/4, 4/4 usw.) eingestellt, hebt sich der erste Schlag jedes Takts (der betonte Schlag) mit einem quadratischen Rahmen ab, sodass Sie den Taktanfang leichter im Blick behalten.
  • Die Wiedergabe nutzt die Web-Audio-API. Aufgrund von Browser-Beschränkungen für die automatische Wiedergabe kann es sein, dass der Ton unmittelbar nach dem Drücken von „Start" für einen kurzen Moment ausbleibt. Drücken Sie in diesem Fall die Schaltfläche einfach noch einmal.

Wofür Sie ein Metronom einsetzen können

Instrumentalübung stabilisieren

Klavier, Gitarre, Schlagzeug und praktisch jedes andere Instrument profitieren von Grundübungen zu einem festen, gleichbleibenden Puls.

Ensemble- oder Bandproben synchronisieren

Ein gemeinsames Tempo vor dem gemeinsamen Spielen festzulegen hält alle im Takt und verhindert, dass sich das Tempo mitten im Stück auseinanderentwickelt.

Vor einem Auftritt aufwärmen

Eine Passage kurz vor einem Konzert oder Auftritt im Zieltempo durchzuspielen hilft dem Körper, sich an dieses Geschwindigkeitsgefühl zu erinnern.

Das BPM eines Songs nach Gehör ermitteln

Ohne Noten zur Hand liefert Ihnen das Mittippen im Takt per Tap-Tempo schnell einen ungefähren BPM-Wert als Ausgangspunkt.

Nach einer gedruckten Tempoangabe üben

Zeigt eine Partitur eine Angabe wie „Viertel = 96", können Sie durch Eingabe genau dieser Zahl exakt im vorgesehenen Tempo üben.

Glossar rund um das Metronom

Betonter Schlag
Der Schlag innerhalb eines Takts – fast immer der erste –, der stärker betont wird als die übrigen. Er dient als Orientierungspunkt für den Rhythmus und wird von diesem Tool mit einem quadratischen Rahmen hervorgehoben.
Taktart
Die Angabe, wie viele Schläge in jeden Takt fallen und welcher Notenwert als ein Schlag zählt, etwa 2/4, 3/4 oder 4/4. Sie bildet die rhythmische Grundlage eines Stücks.
Tap-Tempo
Eine Funktion, die den BPM-Wert automatisch aus dem Abstand wiederholter Tipps berechnet, die im Takt eines Stücks ausgeführt werden, und so ein nur gehörtes Tempo in eine genaue Zahl umwandelt.
Click-Track
Ein gleichmäßiger, mechanischer Klickton, der das Tempo vorgibt. Er wird häufig bei Aufnahmesitzungen und Live-Auftritten eingesetzt, um alle Musiker aufeinander abzustimmen.
Auftakt-Schlag (Downbeat)
Der erste Schlag eines Takts, nahezu gleichbedeutend mit dem betonten Schlag. Der Name stammt von der abwärts gerichteten Handbewegung eines Dirigenten in diesem Moment.
Unterteilung (Subdivision)
Das Aufteilen eines einzelnen Schlags in kleinere Einheiten wie Achtel- oder Sechzehntelnoten, um schnellere oder komplexere Rhythmen präzise zu fühlen und zu spielen.

Häufig gestellte Fragen

BPM (Beats Per Minute) ist eine Zahl, die das Tempo eines Musikstücks als Anzahl der Schläge pro Minute ausdrückt. Bei 60 BPM erklingt ein Schlag pro Sekunde, bei 120 BPM zwei Schläge pro Sekunde.

Ein Metronom gibt einen gleichmäßigen Tempotakt vor, damit Musiker durch Übung ein präzises Rhythmusgefühl entwickeln können. Es wird häufig sowohl im Grundlagentraining als auch bei Ensembleproben eingesetzt, um zu verhindern, dass das Tempo auseinanderdriftet.

Tap-Tempo ist eine Funktion, bei der der BPM-Wert automatisch aus dem Abstand wiederholter Tipps (Klicks) auf eine Schaltfläche berechnet wird, die im Takt eines Stücks ausgeführt werden. Nützlich, wenn ein Stück keine Tempoangabe in den Noten hat oder Sie ein nur gehörtes Tempo in eine Zahl umwandeln möchten.

Italienische Tempobezeichnungen wie Allegro und Andante haben seit ihrer ersten Verwendung eher einen groben Tempobereich und eine Stimmung angegeben als eine exakte BPM-Zahl. Deshalb gab und gibt es je nach Interpret und Epoche stets einen gewissen Interpretationsspielraum.
Tool-kun

Übrigens – Bevor das Metronom erfunden wurde

Das heute bekannte Pendelmetronom verbreitete sich, nachdem der deutsche Erfinder Johann Nepomuk Mälzel 1815 ein Patent auf seine Konstruktion erhielt. Zuvor blieb Komponisten nichts anderes übrig, als ein ungefähres Tempo mit italienischen Bezeichnungen wie Allegro (schnell und lebhaft) oder Adagio (langsam) anzugeben – lange Zeit blieb ein Großteil der Auslegung dem Interpreten überlassen.

Beethoven interessierte sich schon früh für Mälzels Metronom, sobald es vorgestellt wurde, und gilt als einer der ersten Komponisten, die konkrete BPM-Tempoangaben in ihre eigenen Sinfonien schrieben. Die mechanischen Metronome jener Zeit hatten allerdings konstruktionsbedingt begrenzte Präzision, weshalb unter heutigen Musikern bis heute diskutiert wird, ob die von Beethoven angegebenen Tempi tatsächlich spielbar waren.

Heute ermöglichen browserstandardisierte Technologien wie die Web-Audio-API, dass ein Smartphone oder Computer ohne ein mitgeführtes mechanisches Spezialgerät einen präzisen Klickton erzeugt. Da Software-Timer anfällig für Verzögerungen und Abweichungen sind, kommt eine präzise Planung zum Einsatz – der genaue Zeitpunkt jedes Klangs wird im Voraus reserviert –, um eine Genauigkeit zu erreichen, die einem mechanischen Metronom nahekommt.