Notenname-zu-Frequenz-Umrechner (mit Konzertstimmung)

Rechnen Sie kostenlos zwischen Notennamen (C4, A4 usw.) und Frequenzen (Hz) um. Wechseln Sie den Referenzton (A4 = 440Hz, 442Hz und mehr) und prüfen Sie die Stimmabweichung in Cent.

Frequenztabelle nach Ton bei Standardstimmung (A4 = 440Hz, Oktaven 2-6)

Theoretische Werte, berechnet mit der gleichstufigen Stimmung (12-Ton-Temperierung). Das hervorgehobene A4 (440,00Hz) ist der Referenzton.

Ton 2 3 4 5 6
C 65.41 130.81 261.63 523.25 1,046.50
C# 69.30 138.59 277.18 554.37 1,108.73
D 73.42 146.83 293.66 587.33 1,174.66
D# 77.78 155.56 311.13 622.25 1,244.51
E 82.41 164.81 329.63 659.26 1,318.51
F 87.31 174.61 349.23 698.46 1,396.91
F# 92.50 185.00 369.99 739.99 1,479.98
G 98.00 196.00 392.00 783.99 1,567.98
G# 103.83 207.65 415.30 830.61 1,661.22
A 110.00 220.00 440.00 880.00 1,760.00
A# 116.54 233.08 466.16 932.33 1,864.66
B 123.47 246.94 493.88 987.77 1,975.53

Tipps zur Nutzung

  • Das mittlere C (middle C) am Klavier entspricht in wissenschaftlicher Tonhöhenschreibweise "C4", was der MIDI-Notennummer 60 entspricht. Nutzen Sie dies als Referenz beim Abgleich mit Stimmtabellen von Instrumenten oder den in DAW-Software angezeigten Notennummern.
  • Ein Kreuz können Sie sowohl als "#" als auch als "♯" eingeben, ein B sowohl als "b" als auch als "♭". Groß- und Kleinschreibung wird gleich behandelt.
  • Bei der Verwendung von "Frequenz → Notenname" als provisorisches Stimmgerät wird die Abweichung grün angezeigt, wenn sie innerhalb von 5 Cent liegt, gelb bei bis zu 20 Cent und darüber hinaus rot – so sehen Sie auf einen Blick, wie stark die Abweichung ist.
  • Da Orchester und Opernhäuser unterschiedliche Referenztöne verwenden, stellen Sie das Dropdown-Menü für den Referenzton vor der Berechnung auf den Wert des Ensembles ein, mit dem Sie spielen (440Hz, 442Hz, 443Hz usw.).

Häufig gestellte Fragen

Nach einer Einigung auf einer internationalen Konferenz im Jahr 1939 übernahm die Internationale Organisation für Normung (ISO) 1955 offiziell A4 = 440Hz als internationalen Standardton unter der Bezeichnung "ISO 16". Zuvor variierte der Referenzton stark zwischen Ländern und Ensembles, was beim gemeinsamen Musizieren mit Orchestern aus anderen Ländern Probleme verursachte und eine Standardisierung zunehmend notwendig machte.

Ein etwas höherer Ton um 442Hz hält die Saiten stärker gespannt, was einen helleren, brillanteren Klang erzeugen soll – eine Vorliebe, die besonders bei großen europäischen Orchestern verbreitet ist. Dies wird teilweise auch der "Stimmungsinflation" zugeschrieben, einer historischen Tendenz, dass der Referenzton mit steigenden Aufführungsstandards allmählich ansteigt.

Ein Cent ist eine Einheit zur Messung winziger Tonhöhenunterschiede, definiert so, dass ein Halbton in der gleichstufigen Stimmung 100 Cent entspricht. Obwohl ein einzelnes Cent ein extrem kleiner Unterschied ist, kann ein geschultes Ohr Abweichungen von etwa 5 bis 10 Cent unterscheiden, weshalb Cent als präziser Stimm-Indikator verwendet werden.

Die gleichstufige Stimmung teilt eine Oktave in 12 gleiche Teile, damit jede Tonart gleichermaßen nutzbar klingt, und ist das moderne Standard-Stimmsystem. Die reine Stimmung dagegen stimmt bestimmte Akkorde auf einfache ganzzahlige Frequenzverhältnisse (zum Beispiel ist eine reine Quinte 3:2), damit sie möglichst rein klingen, wobei die Harmonie bei einer Modulation in eine andere Tonart zusammenbricht. Dieses Tool rechnet mit der vielseitigeren gleichstufigen Stimmung.
ツールくん

Übrigens – Die verborgene Geschichte hinter der Zahl 440Hz

Die Referenz "A4 = 440Hz" mag wie eine Selbstverständlichkeit erscheinen, doch diese Zahl selbst hat keine besondere wissenschaftliche Notwendigkeit. Sie ist im Grunde das Ergebnis eines politischen Kompromisses: Vertreter verschiedener Länder einigten sich darauf auf einer internationalen Konferenz in London im Jahr 1939, und erst 1955 übernahm die Internationale Organisation für Normung (ISO) sie offiziell als "ISO 16". Zuvor verwendete Frankreich 435Hz, während andere Regionen noch höhere Töne nutzten, und dieses Fehlen eines gemeinsamen Standards behinderte die internationale Aufführungspraxis.

Interessanterweise ist der Referenzton auch heute noch nicht vollständig vereinheitlicht. Viele renommierte europäische Orchester, darunter die Wiener Philharmoniker und die Berliner Philharmoniker, verwenden 442Hz oder 443Hz – ein Ausdruck eines als "Stimmungsinflation" bekannten Phänomens. Ein stärkeres Anspannen der Saiten verleiht dem Klang mehr Spannung und Brillanz, und man geht davon aus, dass dieser Wunsch, beim Publikum einen stärkeren Eindruck zu hinterlassen, den Referenzton im Laufe der Zeit allmählich nach oben getrieben hat.

Noch komplexer wird es bei historisch informierter Aufführungspraxis auf Originalinstrumenten des Barock. Aus Orgeln und Stimmgabeln jener Zeit rekonstruierte Aufzeichnungen zeigen, dass A4 je nach Region und Epoche zwischen etwa 392Hz und 415Hz lag, deutlich niedriger als der moderne Standard. Deshalb verwenden Alte-Musik-Ensembles heute oft 415Hz (etwa einen Halbton unter dem modernen A4) – dies spiegelt ein bewusstes Bemühen um historische Authentizität wider.

→ Alle Wissenstexte ansehen