Dateioperationen
GZ-/TAR.GZ-Entpacker
.gz-, .tar.gz-, .tgz- und .tar-Dateien lassen sich vollständig im Browser entpacken. Praktisch zum Öffnen von FTP-Backups (tar.gz) oder Protokolldateien (.gz) von Webhosting-Anbietern. Die Dateien werden niemals an einen Server gesendet.
Tipps zum Entpacken von GZ- und TAR.GZ-Dateien
- .gz ist ein Format, das jeweils nur eine einzelne Datei komprimiert. .tar.gz (dasselbe wie .tgz) bündelt mehrere Dateien oder Ordner zunächst mit tar zu einer Datei und komprimiert diese anschließend mit gzip – ein Format, das häufig für FTP-Backups von Webhosting-Anbietern verwendet wird. Dieses Tool erkennt automatisch, um welches der beiden Formate es sich handelt, sodass du die Datei unabhängig von der Dateiendung einfach ablegen kannst.
- Enthält die Datei nur eine einzelne Datei (z. B.
access.log.gz), erscheint direkt ein Download-Button. Enthält sie mehrere Dateien (tar-Format), wird eine Liste angezeigt – ähnlich wie beim ZIP-Entpacker – mit der Möglichkeit zum einzelnen Herunterladen oder gesammelten Entpacken. - In Chrome oder Edge wird bei der Auswahl eines Ordners über „Alles entpacken" alles direkt unter Beibehaltung der ursprünglichen Ordnerstruktur geschrieben. In anderen Browsern werden die Dateien einzeln heruntergeladen, wobei die Ordnerstruktur nicht erhalten bleibt.
- Spezielle Einträge wie symbolische Links werden in der Liste angezeigt, enthalten aber keine tatsächlichen Dateidaten und können daher nicht heruntergeladen werden (da dieser Dateityp spezifisch für Linux ist, taucht er in unter Windows erstellten ZIP-Dateien so gut wie nie auf).
Häufig gestellte Fragen
Übrigens – Warum Komprimieren und Bündeln zwei getrennte Werkzeuge sind
Das unter Windows bekannte ZIP-Format vereint die Funktionen „mehrere Dateien bündeln" und „komprimieren" in einem einzigen Format. In der Welt von Linux/Unix hingegen hat sich seit jeher die Design-Philosophie durchgesetzt, kleine Werkzeuge zu kombinieren, die jeweils genau eine Aufgabe gut erledigen (die „Unix-Philosophie"). So haben sich tar (bündelt nur, komprimiert nicht) und gzip (komprimiert nur, kann keine mehreren Dateien bündeln) als getrennte Befehle entwickelt.
Beim Erstellen eines Backups auf einem Linux-Server läuft das deshalb in zwei Schritten ab: Zuerst wird mit tar -cf backup.tar Ordner/ alles zu einer einzigen Datei gebündelt, anschließend wird diese mit gzip backup.tar komprimiert. Das Ergebnis ist eine Datei mit der doppelten Endung .tar.gz. Der Name „tar" selbst stammt übrigens ursprünglich vom Befehl zum Beschreiben von Magnetbandlaufwerken (Tape ARchive).
Genau deshalb wundern sich viele Nutzer, wenn sich nach dem Entpacken einer .gz-Datei herausstellt, dass der Inhalt wiederum eine .tar-Datei ist. Dieses Tool übernimmt sowohl das Entpacken von gzip als auch das Auflisten des tar-Inhalts automatisch, sodass du dich um diesen zweistufigen Vorgang nicht kümmern musst.