Gitarren-Akkorde ― Grifftabelle: Griffbilder per Akkordname finden (alle Lagen)
Gitarren-Akkorde nachschlagen: Cmaj7, Bm7b5 oder G/B eingeben und Griffbilder von offenen Akkorden bis Barré sehen. Mit Grifftabelle für 36 Akkorde und Klang.
Grifftabelle der wichtigsten Gitarren-Akkorde
Für jeden der 12 Grundtöne finden Sie hier Dur, Moll und Septakkord in jeweils zwei Griffen, geordnet nach Spielbarkeit. Wenn Sie auf einen Akkordnamen klicken, sehen Sie Griffbild und Klang im Werkzeug oben.
| Grundton | Dur | Moll | Septakkord |
|---|---|---|---|
| C | |||
| C# | |||
| D | |||
| Eb | |||
| E | |||
| F | |||
| F# | |||
| G | |||
| Ab | |||
| A | |||
| Bb | |||
| B |
Die Ziffern geben den gegriffenen Bund für jede Saite an, von der 6. zur 1. Saite; 0 ist eine Leersaite, x eine Saite, die nicht klingen soll (Beispiel: x32010 für C bedeutet 6. Saite nicht anschlagen, 5. Saite im 3. Bund, 4. Saite im 2. Bund, 3. Saite leer, 2. Saite im 1. Bund, 1. Saite leer).
Was ist diese Grifftabelle für Gitarren-Akkorde (Suche nach Akkordname)?
Diese Grifftabelle für Gitarren-Akkorde zeigt Ihnen das passende Griffbild, sobald Sie einen Akkordnamen eingeben. Neben einfachen Akkorden wie C oder Am versteht sie auch Akkorde mit Optionstönen wie Cmaj7, Bm7b5, Dsus4 und Cadd9 sowie Slash-Akkorde wie G/B oder D/F#. Für jeden Akkord listet das Werkzeug bis zu 8 Griffe auf, sortiert von leicht nach schwer: von Griffen in der ersten Lage mit Leersaiten über Barré-Griffe, bei denen der Zeigefinger alle Saiten drückt, bis hin zu hohen Lagen in der Mitte des Halses.
Die Griffe stammen nicht aus einer festen Liste, sondern werden berechnet, indem alle Kombinationen der 6 Saiten in Standardstimmung (von der 6. Saite aus E, A, D, G, B, E – im Deutschen oft auch H statt B) mit den Bünden 0 bis 15 durchsucht werden. Übrig bleiben nur Griffe, bei denen „der tiefste Ton der Grundton ist (bei Slash-Akkorden der angegebene Basston)“, „alle Akkordtöne erklingen“ und „die Spannweite höchstens 3 Bünde beträgt und 4 Finger genügen“. Anschließend werden sie nach Anzahl der Leersaiten, Anzahl der Finger und Höhe der Lage sortiert. Deshalb finden Sie auch für Akkorde einen Griff, die in der Grifftabelle am Ende Ihres Lehrbuchs fehlen.
So verwenden Sie die Grifftabelle für Gitarren-Akkorde
- Akkordnamen eingeben Tragen Sie einen Namen wie „Am7“, „F#m“ oder „Bbmaj7“ in das Eingabefeld ein. Groß- und Kleinschreibung werden unterschieden: Für die große Septime schreiben Sie „maj7“ oder „M7“, für Moll ein kleines „m“.
- Griffbilder ansehen Das Griffbild ganz links ist der „empfohlene“ Griff, der sich am leichtesten spielen lässt. Links ist die 6. Saite, rechts die 1. Saite; greifen Sie die ●, und lassen Sie die mit × markierten Saiten nicht klingen.
- Zum Prüfen anhören Mit „Akkord anhören“ erklingen die Saiten leicht versetzt von tief nach hoch, wie bei einem Anschlag. Vergleichen Sie den Klang mit Ihrem eigenen Spiel, um Griff-Fehler zu entdecken.
- Aus der Tabelle wählen Unter dem Werkzeug finden Sie eine Grifftabelle mit den 36 gebräuchlichsten Akkorden. Ein Klick auf einen Akkordnamen lädt ihn ins Werkzeug, sodass Sie Griffbild und Klang prüfen können.
Tipps für die Nutzung
- Wenn Ihnen das Barré bei F oder Bm schwerfällt, probieren Sie den zweiten Griff aus der Tabelle (etwa xx3211, bei dem die tiefen Saiten nicht klingen). Der Klang wird etwas leichter, die Akkordtöne bleiben aber dieselben.
- Griffe mit dem Hinweis „Ohne Quinte“ lassen die Quinte weg, die den Charakter des Akkords kaum prägt, damit 4 Finger ausreichen. Bei Sept- und Nonenakkorden ist diese Auslassung ganz üblich.
- Wenn Sie in der Tonart eines Songs mit möglichst vielen Leersaiten spielen möchten, können Sie auch einen Kapodaster verwenden. In der Kapodaster-Tabelle können Sie die gewünschte Akkordform mit der Kapo-Position kombinieren.
- Saiten mit × dämpfen Sie am besten so: tiefe Saiten berühren Sie leicht mit dem Daumen, hohe Saiten mit der etwas flacher gelegten Fingerkuppe des greifenden Fingers. Wenn Sie das zusammen mit einem Anschlag üben, der diese Saiten auslässt, klingt der Akkord deutlich sauberer.
Wann Ihnen die Grifftabelle für Gitarren-Akkorde hilft
Wenn im Songbook ein unbekannter Akkord auftaucht
Taucht auf einer Akkord-Website oder in Noten ein ungewohnter Akkord wie „C#m7“ oder „Gsus4“ auf, geben Sie ihn einfach ein und sehen sofort, wie er gegriffen wird. Leicht spielbare Griffe mit Leersaiten stehen an erster Stelle, sodass auch Anfänger ihn gleich ausprobieren können.
Wenn Sie Barré-Griffe vermeiden möchten
Auch bei Akkorden, die normalerweise ein Barré erfordern, etwa F oder B, können Sie Griffe ohne tiefe Saiten und Griffe in anderen Lagen nebeneinander vergleichen. So wählen Sie den Griff, der zum Song passt und Ihnen am leichtesten fällt.
Wenn Sie den Klang eines Akkords im Arrangement verändern möchten
Derselbe Akkord klingt in der ersten Lage anders als in einer hohen Lage. Mit Griffen in hohen Lagen können Sie den Tonbereich einer zweiten Gitarre abgrenzen oder den Schlussteil eines Songs steigern.
Beim Üben von Slash-Akkorden und Optionstönen
Bei Akkorden wie D/F# oder Cmaj7, bei denen der Basston oder die Septime entscheidend ist, sehen Sie an den Tonnamen unter dem Griffbild, welcher Ton auf welcher Saite erklingt. Möchten Sie umgekehrt aus gehörten Tönen den Akkordnamen bestimmen, hilft Ihnen der Akkord-Finder.
Glossar zu Gitarren-Akkorden
- Griffbild (Akkorddiagramm)
- Eine senkrechte Darstellung des Gitarrenhalses, die mit Punkten zeigt, auf welcher Saite welcher Bund gegriffen wird. In diesem Werkzeug ist links die 6. Saite und rechts die 1. Saite.
- Leersaite
- Eine Saite, die ohne Greifen angeschlagen wird. Im Griffbild steht dafür ○, in der Ziffernschreibweise 0. Griffe mit vielen Leersaiten heißen „offene Akkorde“; sie sind leicht zu greifen und klingen voll.
- Barré
- Eine Technik, bei der der Zeigefinger flach über mehrere Saiten gelegt wird und diese im selben Bund gleichzeitig drückt. Sie wird für Akkorde wie F oder Bm gebraucht, die sich nicht mit Leersaiten greifen lassen.
- Lage
- Gibt an, in welchem Bereich des Halses sich die Greifhand befindet. Meist spricht man beim 1. bis 3. Bund von der ersten Lage und ab dem 5. Bund von hohen Lagen; derselbe Akkord klingt je nach Lage anders.
- Grundton
- Der Ton, auf dem der Akkord aufbaut; er wird durch den ersten Buchstaben des Akkordnamens angegeben. Dieses Werkzeug zeigt nur Griffe, bei denen der tiefste Ton der Grundton ist.
- Slash-Akkord
- Ein Akkord wie „G/B“, bei dem hinter dem Schrägstrich ein Basston angegeben ist. Sie spielen den vorderen Akkord, lassen aber den angegebenen Ton als tiefsten Ton erklingen.
- Voicing
- Die Art, wie dieselben Akkordtöne in Höhe und Reihenfolge übereinander geschichtet werden. Auf der Gitarre ändert sich das Voicing je nach Griff, deshalb klingt derselbe Akkordname unterschiedlich.
Häufige Fragen zu Gitarren-Akkorden
Übrigens – Warum sich Gitarren-Akkordformen auf die fünf „CAGED“-Formen zurückführen lassen
Wer Gitarre lernt, lernt meist zuerst die fünf offenen Akkorde C, A, G, E und D. Tatsächlich haben diese fünf eine besondere Bedeutung: Jeder Akkord auf dem Griffbrett lässt sich als eine dieser fünf Formen erklären, die an eine andere Stelle verschoben wurde. Dieser Ansatz heißt „CAGED-System“ und ist in Gitarrenschulen und Kursen weit verbreitet.
Verschieben Sie zum Beispiel den offenen E-Akkord (022100) samt Zeigefinger-Barré um einen Bund nach oben, wird daraus F (133211); zwei weitere Bünde höher ergibt sich G (355433). Ebenso wird aus der A-Form (x02220) zwei Bünde höher B (x24442). Weil benachbarte Gitarrensaiten fast überall im Quartabstand gestimmt sind, bleiben beim Verschieben einer unveränderten Form auch die Intervalle zwischen den Akkordtönen erhalten. In der Grifftabelle dieses Werkzeugs sehen Sie die E-Form in den Zeilen F, F# und Ab und die A-Form in den Zeilen Bb und B.
Nur zwischen der 2. Saite (B) und der 3. Saite (G) liegt keine Quarte, sondern eine Terz. Wären alle sechs Saiten in Quarten gestimmt, lägen die 6. und die 1. Saite auf E und F, und Akkorde mit Leersaiten ließen sich kaum noch spielen. Dank dieser einen Ausnahme stehen 6. und 1. Saite beide auf E, und Akkorde wie E oder Em klingen allein mit Leersaiten schön. Der Preis dafür: Beim Verschieben einer Form rutscht der Finger auf der 2. Saite um einen Bund, was das Auswendiglernen auf der Gitarre typischerweise etwas erschwert.