Hanko-Stempel erstellen (kostenlos, ohne Anmeldung)

Erstellen Sie kostenlos einen japanischen Hanko-Stempel. Geben Sie einen Nachnamen oder Firmennamen ein und erzeugen Sie einen runden Personenstempel, einen quadratischen Firmenstempel oder einen Datumsstempel als PNG mit transparentem Hintergrund – direkt einsetzbar in Word, Excel oder ein PDF-Angebot. Alles wird in Ihrem Browser gezeichnet, Ihre Eingaben werden nicht an einen Server gesendet.

Stempelarten und ihre Verwendung

Art Typische Verwendung Übliche Größe
Runder Stempel (Mitome-in) Alltägliche Bestätigung: interne Umläufe, Empfangsbestätigungen. 10,5–12 mm Durchmesser
Quadratischer Stempel (Kaku-in) Firmendokumente wie Angebote, Rechnungen und Quittungen. 21–24 mm Seitenlänge
Datumsstempel (Date-in) Sachbearbeitung, bei der Eingangs- oder Bearbeitungsdatum erfasst wird. etwa 30 mm Durchmesser
Registrierter Stempel (Jitsu-in) Verträge mit Registrierungspflicht, etwa Immobiliengeschäfte. 16,5–18 mm Durchmesser
Bankstempel (Ginko-in) Kontoeröffnung und Abhebungen bei Finanzinstituten. 12–15 mm Durchmesser

Tipps für den digitalen Hanko

  • Das PNG wird mit transparentem Hintergrund gespeichert. Stellen Sie den Textumbruch in Word oder Excel nach dem Einfügen auf «Vor den Text», um den Stempel frei über Tabellenlinien zu legen.
  • Manche Unternehmen verwenden in digitalen Dokumenten bewusst Indigo statt Zinnoberrot, damit ein digitaler Stempel nie mit einem Originalabdruck verwechselt wird.
  • Erzeugen Sie das Bild großzügig (400 px oder mehr) und verkleinern Sie es erst beim Einfügen. Ein kleines Bild nachträglich zu vergrößern lässt die Kontur unscharf wirken.
  • Der Datumsstempel dient dazu festzuhalten, wann etwas eingegangen oder bearbeitet wurde. Wählen Sie deshalb das tatsächliche Bearbeitungsdatum statt des heutigen.
  • Quadratische Stempel tragen üblicherweise den Firmennamen. Bei langen Namen hält das Weglassen der Rechtsform die Zeichen groß genug zum Lesen.

Häufig gestellte Fragen

Das Bild allein hat nicht das rechtliche Gewicht eines registrierten Stempels. In der japanischen Geschäftspraxis gilt ein Stempel als Anhaltspunkt dafür, dass ein Dokument mit dem Willen des Unterzeichnenden entstanden ist. Für wichtige Verträge nutzen Sie besser einen registrierten Stempel oder eine elektronische Signatur.

Nein. Der Stempel wird vollständig in Ihrem Browser über die Canvas-API gezeichnet. Weder Ihre Eingabe noch das erzeugte Bild verlassen Ihr Gerät.

Ja. Das heruntergeladene PNG ist von vornherein transparent. Über Tabellenlinien oder Text gelegt verdeckt es daher nichts mit einem weißen Kasten.

Zinnoberrot, Indigo und Schwarz stehen zur Auswahl. Manche Unternehmen legen für digitale Dokumente Indigo fest, damit ein digitaler Stempel nie mit einem Originalabdruck verwechselt wird.

Bis zu acht. Drei oder weniger stehen in einer Spalte, ab vier wird auf zwei Spalten aufgeteilt. Japanische Stempel liest man senkrecht beginnend mit der rechten Spalte, weshalb diese den größeren Anteil erhält.
ツールくん

Übrigens – woher der Stempel kommt

Siegel sind weit älter, als man vermuten würde. Bereits um 3000 v. Chr. waren in Mesopotamien Rollsiegel im Gebrauch: über feuchten Ton gerollt hinterließen sie ein fortlaufendes Bildband, das den Besitzer auswies. Das Werkzeug, um «das gehört mir» zu sagen, entstand also, noch bevor sich die Schrift vollständig gefestigt hatte.

Nach Japan gelangten Siegel um das erste Jahrhundert; das auf Shikanoshima in Fukuoka gefundene Goldsiegel ist das sinnbildliche Beispiel. Jene frühen Siegel gehörten Herrschern, die Autorität demonstrierten, nicht gewöhnlichen Menschen. Zum Gegenstand für alle wurde der Hanko erst nach der Meiji-Zeit, als ein Erlass von 1873 für förmliche Urkunden einen registrierten Stempel verlangte.

Bemerkenswert ist, dass sich die Siegelkultur zwar über ganz Ostasien verbreitete, die Gewohnheit, alltäglichen Papierkram zu stempeln, aber vor allem in Japan, Korea und Taiwan überdauerte. China ging zur Unterschrift über, Korea rückte ab den 2000er-Jahren stetig zur elektronischen Signatur. In Japan brauchte es die Ausbreitung der Telearbeit um 2020, damit «nur zum Stempeln ins Büro fahren» als Problem sichtbar wurde – danach wurden Verwaltungsverfahren rasch überarbeitet.

Dennoch war das Stempeln nie gänzlich unvernünftig. Es zeigte auf einen Blick, wer ein Dokument geprüft hatte, und das Stempeln der Reihe nach machte die Genehmigungskette sichtbar. Der digitale Hanko ist gewissermaßen eine Erfindung des Übergangs: Er bewahrt diese Vorzüge und beseitigt allein jene Einschränkung, die keinen Sinn mehr ergab – das Papier.