Farbenblindheit-Simulator
Kostenloses Tool, das simuliert, wie eine Farbe für Menschen mit Protanopie, Deuteranopie oder Tritanopie (Farbsehschwäche) erscheint.
Die drei Arten der Farbsehschwäche
| Typ | Bezeichnung | Merkmale |
|---|---|---|
| Protanopie | Rotblindheit (L-Zapfen-Defekt) | Die rotempfindlichen Zapfen funktionieren anders, wodurch Rot und Grün schwerer zu unterscheiden sind. |
| Deuteranopie | Grünblindheit (M-Zapfen-Defekt) | Die grünempfindlichen Zapfen funktionieren anders, wodurch Rot und Grün schwerer zu unterscheiden sind. Die häufigste Form der Farbsehschwäche. |
| Tritanopie | Blaublindheit (S-Zapfen-Defekt) | Die blauempfindlichen Zapfen funktionieren anders, wodurch Blau und Gelb schwerer zu unterscheiden sind. Sehr selten. |
Tipps zur Nutzung
- Wählen Sie eine Farbe im Farbwähler oder geben Sie einen Hex-Code ein, um sofort zu sehen, wie sie bei Protanopie, Deuteranopie und Tritanopie wahrgenommen wird.
- Nutzen Sie dieses Tool vor der Veröffentlichung eines Designs, um zu prüfen, ob Ihre Farbpalette für Menschen mit Farbsehschwäche unterscheidbar bleibt.
- Kombinationen aus Rot und Grün sind besonders schwer zu unterscheiden, daher lohnt sich eine Prüfung von Diagrammen und Karten, die auf dieser Farbpaarung beruhen.
- Die Simulation ist eine vereinfachte Annäherung. Bei kritischen Barrierefreiheits-Entscheidungen sollten zusätzlich spezialisierte Tools und echte Nutzertests eingesetzt werden.
Häufig gestellte Fragen
Übrigens – Die Geschichte der Farbsehtests und des Ishihara-Tests
Farbsehschwäche betrifft schätzungsweise 1 von 20 Männern und 1 von 500 Frauen japanischer Abstammung, und manche Berichte deuten darauf hin, dass weltweit etwa 8 Prozent der Männer betroffen sind. Sie ist alles andere als selten: Statistisch gesehen gibt es in jedem Klassenzimmer oder Büro wahrscheinlich mindestens eine Person mit dieser Eigenschaft.
Der bekannteste Farbsehtest, der Ishihara-Test, wurde 1917 vom japanischen Augenarzt Shinobu Ishihara entwickelt. Die charakteristischen Farbtafeln, die Zahlen oder Formen zwischen bunten Punkten verstecken, wurden ursprünglich für das Farbsehscreening bei militärischen Musterungen entwickelt, und dasselbe Design wird über hundert Jahre später noch immer in Augenarztpraxen weltweit verwendet.
Auch im Web- und App-Design kann eine zu starke Abhängigkeit von Farbe – etwa ein Diagramm, das Bestehen oder Durchfallen nur über Rot und Grün zeigt, oder eine Karte, die Routen ausschließlich über Farbe unterscheidet – dazu führen, dass ein erheblicher Teil der Nutzer Informationen verpasst. Farbkombinationen vorab mit einer Simulation zu prüfen und sie mit Icons, Mustern oder Textbeschriftungen zu kombinieren, ist eine grundlegende Praxis inklusiven Designs, von der alle profitieren.