URL-Parser

Gib eine URL ein, um sie in Protokoll, Host, Pfad, Abfrageparameter und Fragment zu zerlegen. Tracking-Parameter wie utm_source werden automatisch erkannt.

Aufbau einer URL

Bestandteil Beispiel Beschreibung
Schema (Protokoll) https: Gibt die Übertragungsmethode an. Webseiten nutzen http:/https:, E-Mail-Links mailto: usw. Steht immer am Anfang der URL.
Benutzerinformationen user:pass@ Benutzername und Passwort für die Basic-Authentifizierung. Werden im Klartext übertragen, daher beim Teilen einer solchen URL besondere Vorsicht geboten.
Hostname example.com Domainname oder IP-Adresse des Zielservers.
Portnummer :8080 Zielport. Wird meist weggelassen, da http standardmäßig 80 und https standardmäßig 443 verwendet.
Pfad /users/123 Hierarchische Zeichenfolge, die den Speicherort einer Ressource auf dem Server angibt.
Abfragezeichenfolge ?id=123&sort=asc Eine Reihe von Schlüssel=Wert-Parametern nach dem „?“, mehrere Paare werden mit „&“ verbunden.
Fragment #section2 Kennung, die auf eine bestimmte Stelle innerhalb der Seite verweist. Alles nach „#“ wird nur im Browser verarbeitet und nie an den Server gesendet.

Häufige Tracking-Abfrageparameter

Parameter Beschreibung
utm_source Kennzeichnet die Traffic-Quelle (z. B. newsletter, google, twitter) in Tools wie Google Analytics. UTM steht für Urchin Tracking Module.
utm_medium Kennzeichnet das Marketing-Medium (z. B. email, cpc, social). Wird meist zusammen mit utm_source verwendet.
utm_campaign Kennzeichnet den Namen einer Marketingkampagne, um die Wirkung einer bestimmten Maßnahme zu messen.
utm_term Kennzeichnet das in einer bezahlten Suchanzeige (PPC) verwendete Keyword.
utm_content Unterscheidet mehrere Links oder Creatives innerhalb derselben Anzeige.
gclid Von Google Ads vergebene Klick-ID, die für das Conversion-Tracking verwendet wird.
fbclid Von Facebook Ads vergebene Klick-ID, die Meta zur Messung der Anzeigenleistung nutzt.

Tipps

  • Bevor du eine URL in sozialen Netzwerken teilst, prüfe mit diesem Tool, ob sie Tracking-Parameter wie utm_source enthält. Entfernst du sie vorher, wird der geteilte Link übersichtlicher.
  • Jede eingegebene URL wird vollständig im Browser per JavaScript verarbeitet und nie an den Server von toolbase.cc gesendet – daher ist es sicher, auch URLs mit Zugangsdaten zu prüfen.
  • Taucht derselbe Schlüssel mehrfach in der Abfragezeichenfolge auf (z. B. ?tag=a&tag=b), wird jedes Vorkommen als eigene Zeile angezeigt.
  • Das Fragment (alles nach „#“) wird nie an den Server gesendet – es wird nur im Browser für Sprungmarken innerhalb der Seite oder das Routing von Single-Page-Apps verwendet und erscheint daher nie in Server-Zugriffsprotokollen.
  • Ist das Port-Feld leer, bedeutet das, dass der Standardport (80 für http, 443 für https) in der URL weggelassen wurde.

Häufig gestellte Fragen

In den meisten Fällen ja – das Entfernen beeinträchtigt Darstellung und Funktion der Seite nicht, da sie hauptsächlich für die Analyse genutzt werden und selten das serverseitige Routing beeinflussen. Einige wenige Websites verwenden Abfrageparameter jedoch für bedingte Logik, daher lohnt es sich, den Link vor dem Teilen noch einmal zu testen.

Das nennt man Prozent-Kodierung (URL-Kodierung): Da URLs keine Nicht-ASCII-Zeichen direkt enthalten können, werden UTF-8-Byte-Sequenzen als %XX-Codes dargestellt. Dieses Tool decodiert sie zur Anzeige automatisch mit URLSearchParams.

Dieses Tool nutzt die native URL-API des Browsers, die nur eine vollständige URL mit Schema (z. B. http://) analysieren kann. Für Angaben wie localhost:3000/path stelle einfach http:// voran, also http://localhost:3000/path.

Nein. Das Fragment wird vom Browser erst nach dem Laden der Seite verarbeitet und ist nie Teil der eigentlichen HTTP-Anfrage – es erreicht den Server also nie. Es dient Sprungmarken innerhalb der Seite und dem Routing von Single-Page-Apps.

Das sind Klick-IDs, die von Werbeplattformen vergeben werden. Die Zielseite meldet Google oder Meta mit dieser ID, welche Anzeige den Besuch ausgelöst hat – das dient dem Conversion-Tracking. Es handelt sich nicht direkt um personenbezogene Daten, ermöglicht aber die Rückverfolgung des werbenden Kanals.
ツールくん

Übrigens – warum URLs so viele Tracking-Parameter angesammelt haben

Abfrageparameter wie ?utm_source=... gehen auf das „Urchin Tracking Module“ zurück, eine Analyse-Kennung, die 2005 von der Firma Urchin angeboten wurde – deren Produkt nach der Übernahme durch Google zur Grundlage von Google Analytics wurde. Diese Übernahme erklärt, warum sich der Begriff „UTM-Parameter“ als Branchenstandard durchgesetzt hat.

Ab den 2010er-Jahren begannen Werbeplattformen wie Google und Facebook, eigene Tracking-Parameter (gclid, fbclid usw.) hinzuzufügen, sodass eine einzelne URL heute mehrere Tracking-Parameter gleichzeitig tragen kann. Dass ein in sozialen Netzwerken geteilter Link ungewöhnlich lang wirkt, liegt meist genau an dieser Ansammlung.

Manche Browser und auf Datenschutz ausgerichtete Tools entfernen solche Parameter inzwischen automatisch. Der Messzweck selbst ist für viele seriöse Websites aber durchaus nützlich, daher handelt es sich nicht einfach um etwas „Schlechtes“ – die Diskussion darüber, wie Marketingmessung und persönliche Privatsphäre in Einklang zu bringen sind, dauert bis heute an.