Dateioperationen

TAR.GZ-Ersteller

Bündle mehrere Dateien oder Ordner vollständig im Browser zu einem tar-Archiv und komprimiere es anschließend mit gzip – lade es dann im gewünschten Format herunter: .tar.gz, .tgz, .tar (unkomprimiert) oder .gz (einzelne Datei). Praktisch zum Hochladen auf einen Linux-Server. Die Dateien werden niemals an einen Server gesendet.


Tipps zum Erstellen einer TAR.GZ-Datei

  • Legst du einen ganzen Ordner ab, wird er im tar unter Beibehaltung seiner ursprünglichen Ordnerstruktur gebündelt. Wählst du stattdessen einzelne Dateien aus, entsteht ein flaches Archiv ohne Ordnerstruktur.
  • .tar.gz und .tgz sind inhaltlich völlig identisch und unterscheiden sich nur in der Dateiendung. Übergibst du die Datei an ein Tool, das die Endung .tgz erwartet – etwa ein npm-Paket –, wähle .tgz.
  • Wählst du „.tar (ohne Komprimierung)", wird der gzip-Schritt übersprungen. Beim Bündeln bereits komprimierter Dateien – Bilder, Videos, ZIP-Dateien und Ähnliches – ändert sich die Größe ohnehin kaum, sodass der Verzicht auf Komprimierung schneller ist.
  • .gz ist ein altbewährtes Format, das eine einzelne Datei direkt komprimiert, ohne tar zu verwenden. Es lässt sich nur auswählen, wenn genau eine Datei vorliegt, etwa wenn du nur eine einzelne Protokolldatei komprimieren möchtest.
  • Beim Bündeln sehr vieler oder sehr großer Dateien kann es eine Weile dauern, da alles im Arbeitsspeicher des Browsers verarbeitet wird – je nach Gerät kann es sogar fehlschlagen. Bei mehreren hundert Megabyte bis einigen Gigabyte empfiehlt es sich, den Vorgang auf mehrere kleinere Archive aufzuteilen.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Die Komprimierung erfolgt vollständig innerhalb deines Browsers, und der Inhalt der Datei wird zu keinem Zeitpunkt an einen Server gesendet.

Inhaltlich sind sie identisch. .tgz ist ein Relikt aus der Zeit älterer Betriebssysteme, bei denen Dateinamen auf acht Zeichen begrenzt sein mussten – es handelt sich lediglich um eine kürzere Schreibweise. Solange dein Gegenüber oder das verwendete Tool nichts anderes vorschreibt, ist das gängige .tar.gz eine sichere Wahl.

Nein, das wird nicht unterstützt, da die Formate tar und gzip selbst über keinen Passwortschutz verfügen. Benötigst du Passwortschutz, nutze das Schwester-Tool ZIP-Ersteller.

Es ist schneller, da der gzip-Komprimierungsschritt übersprungen wird. Beim Bündeln bereits komprimierter Dateien – JPEG, MP4, ZIP und Ähnliches – ändert die Komprimierung die Größe ohnehin kaum, sodass der Verzicht darauf die bessere Wahl ist.

Nutze das Tool „GZ-/TAR.GZ-Entpacker" in derselben Kategorie Dateioperationen. Es unterstützt .gz, .tar.gz, .tgz und .tar.
ツールくん

Übrigens – tars 512-Byte-Blöcke und der PAX-Extended-Header

Das tar-Dateiformat wurde in den 1970er-Jahren für Magnetbandlaufwerke (Tape ARchive) entwickelt, weshalb die Daten in 512-Byte-„Blöcke" unterteilt sind. Ist der Inhalt einer Datei kein exaktes Vielfaches von 512 Byte, wird am Ende mit Nullen aufgefüllt, um die nächste Blockgrenze zu erreichen. Dieser einfachen Struktur verdankt tar bis heute, dass es sich leicht implementieren lässt und sich gut mit Streaming-Verarbeitung verträgt.

Der Header des alten ustar-Formats reserviert für den Dateinamen lediglich 100 Byte. Bündelst du tief verschachtelte Ordner oder lange Dateinamen in ein tar, kann diese Grenze überschritten werden. Als Lösung wurde der PAX-Extended-Header entwickelt: Er fügt unmittelbar vor dem eigentlichen Eintrag einen speziellen Block mit dem „wahren Namen" ein und umgeht so die Längenbeschränkung. Auch dieses Tool versieht Pfade mit mehr als 100 Byte automatisch mit einem PAX-Extended-Header.

Anders als ZIP verfügt die Kombination aus tar und gzip über keinen Passwortschutz. Das liegt daran, dass tar ausschließlich fürs Bündeln und gzip ausschließlich fürs Komprimieren konzipiert ist – jedes der beiden Werkzeuge erfüllt genau eine Aufgabe. Möchtest du vertrauliche Dateien weitergeben, nutze das Schwester-Tool ZIP-Ersteller, das Verschlüsselung unterstützt.