Zeichenkodierungs-Konverter & Mojibake-Reparatur

Fügen Sie unlesbaren Text ein und erkennen Sie automatisch, welche Kodierungskombination die Zeichensalat-Anzeige verursacht hat – mit bewerteten Reparaturvorschlägen. Unterstützt auch die gezielte Umwandlung zwischen UTF-8, Shift_JIS, EUC-JP und JIS (ISO-2022-JP).

Tipps

  • Wenn mehrere Vorschläge erscheinen, ist meist der mit „Beste Übereinstimmung" markierte – in der Regel das natürlichste Japanisch oder ASCII – der richtige.
  • Das klassische „縺薙繧薙?..."-Muster aus E-Mails und CSV-Dateien lässt sich fast immer mit dem Paar UTF-8 → Shift_JIS auflösen.
  • Wenn der Text zu einer Folge aus „?" oder „�" geworden ist, wurde wahrscheinlich ein Teil der ursprünglichen Byte-Sequenz verloren, was eine vollständige Wiederherstellung auf Textebene erschwert.
  • Nutzen Sie den Tab „Manuelle Umwandlung" für ein Ergebnis in einem Schritt, wenn Sie bereits wissen, welches Kodierungspaar das Problem verursacht hat.

Häufig gestellte Fragen

Es entsteht, wenn die zum Speichern eines Textes verwendete Kodierung von der Kodierung abweicht, die beim Anzeigen angenommen wird. Japanischer Text ist dafür besonders anfällig, weil UTF-8, Shift_JIS und EUC-JP alle noch im Einsatz sind und Diskrepanzen zwischen ihnen die Hauptursache für Mojibake sind.

Nein. Je nach Art der Diskrepanz kann ein Teil der ursprünglichen Byte-Sequenz bereits bei der ersten (falschen) Dekodierung dauerhaft verloren gehen, sodass eine vollständige Wiederherstellung allein aus der Zeichenkette unmöglich wird. Das gilt besonders, wenn eine japanische Mehrbyte-Kodierung als eine andere fehlinterpretiert wird; zu „?" oder „�" gewordener Text lässt sich in der Regel nicht wiederherstellen.

UTF-8 ist heute die vorherrschende Kodierung, aber manche älteren japanischen Systeme und Legacy-Windows-Anwendungen gehen weiterhin von Shift_JIS aus. Da UTF-8-Byte-Sequenzen für japanische Zeichen oft zufällig auch gültige Shift_JIS-Byte-Sequenzen sind, geht dabei keine Information verloren – genau deshalb lässt sich diese spezielle Diskrepanz meist umkehren.

Nein. Die gesamte Umwandlung läuft lokal im JavaScript Ihres Browsers, daher ist die Nutzung auch mit Texten sicher, die Passwörter oder persönliche Daten enthalten.
ツールくん

Übrigens – Warum „縺薙繧薙?縺ォ縺。縺ッ" zum Gesicht des japanischen Mojibake wurde

Wer nach japanischem Mojibake sucht, stößt fast sicher auf „縺薙繧薙?縺ォ縺。縺ッ" (das eigentlich „こんにちは", also „Hallo", lauten sollte) – unter japanischen Internetnutzern ist es zu einer Art Kult-Symbol geworden. Es ist das Lehrbuchbeispiel dafür, was passiert, wenn UTF-8-Text in einer Anwendung geöffnet wird, die Shift_JIS annimmt, etwa in einer alten Version des Windows-Editors oder diversen Legacy-Systemen.

Diese besondere Paarung tritt so häufig auf, weil ein Shift_JIS-Decoder die 3-Byte-Sequenzen, die UTF-8 für japanische Zeichen verwendet, zwangsweise als 2-Byte-Shift_JIS-Zeichen neu interpretiert. Durch einen Zufall fällt der Großteil dieser neu interpretierten Sequenzen in den Bereich gültiger Shift_JIS-Zeichen, sodass kein Fehler auftritt – der Text sieht nur verstümmelt aus, bleibt aber insgeheim vollständig wiederherstellbar. Genau diese Eigenschaft ist der Grund, warum eine automatische Reparatur wie diese so oft erfolgreich ist.

Wird umgekehrt Shift_JIS-Text so geöffnet, als wäre er EUC-JP, entstehen dagegen meist ungültige Byte-Sequenzen, die sofort verworfen werden – Informationen gehen in dem Moment unwiderruflich verloren, und eine Wiederherstellung auf Textebene wird dann grundsätzlich unmöglich. Diese Trennung zwischen „wiederherstellbarem" und „nicht wiederherstellbarem" Zeichensalat erklärt zu einem großen Teil, warum japanische Zeichenkodierungsprobleme Entwickler seit Jahrzehnten leise zur Verzweiflung treiben.