Peilungs- und Distanzrechner (Breite/Länge)
Geben Sie die Koordinaten zweier Punkte ein, um die Großkreisdistanz (Haversine-Formel) und die Anfangspeilung (Winkel zur echten Nordrichtung) vom ersten zum zweiten Punkt zu berechnen.
Tipps
- Die angezeigte Peilung ist die Anfangspeilung – die Richtung, in die ein Kompass am Startpunkt zeigen würde. Auf langen Strecken ändert sich der Kurs entlang der Großkreisroute allmählich, sodass er sich von der Peilung bei Ankunft unterscheidet.
- Die Rückpeilung (vom Ziel zurück zum Startpunkt) ist nicht einfach 180° entgegengesetzt zur Hinpeilung. Da die Erde eine Kugel ist, wird diese Abweichung größer, je stärker sich die Längengrade der beiden Punkte unterscheiden.
- Geben Sie Koordinaten im Dezimalgradformat ein (z. B. Tokio-Bahnhof: 35,6812, 139,7671). Grad/Minuten/Sekunden müssen vorher umgerechnet werden.
- Verwenden Sie einen negativen Breitengrad für die Südhalbkugel und einen negativen Längengrad für Orte westlich des Nullmeridians.
Häufig gestellte Fragen
Übrigens – Warum der „kürzeste Weg" nicht wie eine gerade Linie aussieht
Zeichnet man auf einer Mercator-Weltkarte eine gerade Linie zwischen Tokio und New York, verläuft sie scheinbar fast genau nach Osten. Doch der tatsächlich kürzeste Weg (die Großkreisroute) schwingt weit nach Norden aus und verläuft über Alaska und Nordkanada. Das ist eine direkte Folge der Kartenprojektion: Eine Kugel auf eine flache Karte zu bringen, verzerrt immer entweder Fläche, Winkel oder Entfernung – alle drei gleichzeitig zu erhalten ist unmöglich.
Fluggesellschaften, die von Tokio nach New York fliegen, wählen manchmal Routen nahe dieser Großkreisroute, da der kürzeste Weg auf einer Kugel oft kürzer ist als die Gerade auf einer flachen Karte – eine relevante Treibstoffersparnis. In der Praxis weichen starke Westströmungen (Jetstreams) über dem Nordatlantik sowie Luftraum- und Kontrollbeschränkungen die tatsächliche Route jedoch immer etwas vom Lehrbuch-Großkreis ab.
Das Konzept der Peilung war vor der Existenz von GPS für Seefahrt und Landvermessung besonders wichtig. Die „Astronavigation" – die Höhe von Gestirnen wie dem Polarstern oder der Sonne mit einem Sextanten zu messen, die Richtung mit einem Magnetkompass zu prüfen und Peilung sowie Entfernung zum Ziel zu berechnen – war von der Zeit der großen Entdeckungsfahrten bis zur praktischen Nutzung von GPS im späten 20. Jahrhundert die grundlegende Methode, mit der Schiffe ihre Position bestimmten.