Molaritäts- und Verdünnungsrechner (C1V1=C2V2)

Berechnen Sie mit der Verdünnungsformel C1V1 = C2V2 einen von vier Werten (Konzentration oder Volumen, vor und nach der Verdünnung) aus den übrigen drei.

Tipps zur Nutzung

  • Wenn Sie unter "Zu berechnender Wert" die gewünschte Variable auswählen, werden die übrigen drei Eingabefelder angezeigt. Geben Sie die drei Werte ein, die im Experiment bereits feststehen.
  • Das Volumen wird einheitlich in mL, die Konzentration in mol/L angegeben. Wenn Ihre Werte in anderen Einheiten (z. B. L) vorliegen, rechnen Sie diese vorher um.
  • Beim Mischen von Lösungen ist es am sichersten, dem Prinzip "Säure ins Wasser geben" zu folgen: Geben Sie die konzentrierte Stammlösung nach und nach zu einer kleinen Menge Lösungsmittel und füllen Sie anschließend mit weiterem Lösungsmittel auf.
  • Für eine genaue Verdünnung empfehlen wir hochpräzise Glasgeräte wie Vollpipetten oder Messkolben mit feiner Skalierung.

Häufig gestellte Fragen

C1V1=C2V2 ist die Formel zur Berechnung der "Verdünnung": das Herstellen einer weniger konzentrierten Lösung aus einer höher konzentrierten. Sie beruht auf dem Prinzip, dass sich die Stoffmenge des gelösten Stoffs (in Mol) vor und nach der Verdünnung nicht ändert.

Beim Verdünnen bleibt die Menge des gelösten Stoffs gleich, während sich nur das Volumen vergrößert, sodass die Molarität (mol/L) im Verhältnis zur Volumenzunahme sinkt. Verdoppelt man beispielsweise das Volumen, halbiert sich die Konzentration.

Nein, das ist nicht dasselbe. Die Molarität (mol/L) gibt die Stoffmenge des gelösten Stoffs (in Mol) pro Liter Lösung an, während der Massenprozentsatz den Anteil der Masse des gelösten Stoffs an der Gesamtmasse der Lösung angibt. Zur Umrechnung zwischen beiden wird die Dichte der Lösung benötigt.

Ja. Die Molarität (mol/L) berechnet sich als "Stoffmenge des gelösten Stoffs (mol) ÷ Volumen der Lösung (L)". Ist nur die Masse bekannt, muss diese zunächst über die molare Masse in die Stoffmenge umgerechnet werden.
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Übrigens – Woher die Einheit "Molarität" kommt

Die Molarität (mol/L, auch mit dem Symbol M bezeichnet) wurde als Konzept erst durch die "Avogadro-Konstante" (etwa 6,022×10²³) möglich, die der italienische Physiker Amedeo Avogadro Ende des 19. Jahrhunderts vorschlug – eine Konstante, die die Brücke zwischen der Stoffmenge einer Substanz und der Anzahl ihrer Teilchen schlägt. Zuvor konnte die Konzentration einer Lösung nur als Massenverhältnis ausgedrückt werden, was den Umgang mit den quantitativen Beziehungen chemischer Reaktionen (Stöchiometrie) sehr umständlich machte.

Mit der Einführung der Molarität konnten Chemiker Reaktionen mit einem einheitlichen Maßstab beschreiben – "wie viele Mol einer Substanz gelöst sind" – statt mit "wie viele Gramm". In Verbindung mit der Tatsache, dass die Koeffizienten einer chemischen Gleichung direkt die Stoffmengenverhältnisse angeben, wurde dies zur Grundlage der quantitativen analytischen Chemie, etwa der Titration, die bis heute weit verbreitet ist.

Der im Labor zur Verdünnung verwendete "Messkolben" ist ein Glasgerät, das so konzipiert ist, dass es bei einer bestimmten Temperatur (meist 20 °C) ein bestimmtes Volumen genau abmisst. Da sich sowohl Glas als auch Flüssigkeiten mit der Temperatur geringfügig im Volumen verändern, gilt die Kontrolle der Raumtemperatur in der präzisen analytischen Chemie ebenfalls als ein Faktor, der die Genauigkeit der Verdünnung beeinflusst.