Punycode-Konverter (internationalisierte Domainnamen)
Wandelt internationalisierte Domainnamen (IDN) mit Nicht-ASCII-Zeichen wie Japanisch in Punycode (eine ASCII-kompatible Kodierung) um und zurück.
Nutzungstipps
- Domainnamen, die aus mehreren Labels (durch `.` getrennte Teile) bestehen, werden ebenfalls automatisch Label für Label verarbeitet: Labels, die nur ASCII-Zeichen enthalten, bleiben unverändert, während nur Labels mit Nicht-ASCII-Zeichen in die Form mit dem Präfix `xn--` umgewandelt werden.
- Im Modus "Punycode → Domainname" werden nur Labels dekodiert, die das Präfix `xn--` enthalten; alle anderen Labels bleiben unverändert.
- Dieselbe Konvertierungslogik lässt sich nicht nur auf Domainnamen anwenden, sondern auch auf den Teil einer E-Mail-Adresse nach dem `@` (den Domainteil).
- Wenn man einen internationalisierten Domainnamen tatsächlich in die Adressleiste des Browsers eingibt, wandeln die meisten Browser ihn intern zunächst in Punycode um, bevor sie die DNS-Auflösung durchführen.
Häufig gestellte Fragen
Übrigens – die Geschichte dahinter, wie "Katze" und "日本語" zu Domainnamen wurden
Die Diskussion über internationalisierte Domainnamen (IDN) begann Ende der 1990er-Jahre, doch die Standardisierung nahm viel Zeit in Anspruch. Es wurden mehrere Ansätze vorgeschlagen, um Nicht-ASCII-Zeichen zu verarbeiten, ohne den Kern des DNS zu verändern. Letztlich setzte sich der Punycode-Ansatz durch – Kodierung und Dekodierung auf Anwendungsebene (clientseitig), ohne den DNS-Server selbst zu verändern –, der 2003 als RFC 3492 standardisiert wurde.
Der Name "Punycode" soll auf eine Verbindung von "Unicode" und "an amusing pun" (ein amüsantes Wortspiel) zurückgehen; der Algorithmus selbst ist eine für Domainnamen spezialisierte Variante eines allgemeineren Kodierungsverfahrens namens Bootstring (eine von IBM-Forschern entwickelte Universalmethode zur Kodierung eines beliebigen Zeichensatzes in einen eingeschränkten Zeichensatz). Dass selbst die Herkunft des Namens "Punycode" mit einem Augenzwinkern verbunden ist, zeigt den typischen Humor der Entwickler-Community.
Heute werden Domainnamen mit den unterschiedlichsten Sprachen und Symbolen tatsächlich registriert und genutzt – japanische Domains (`.jp`) ebenso wie Emoji-Domains (reale Beispiele wie `💩.la` existieren) –, doch im Hintergrund läuft dabei stets dieser Punycode-Konvertierungsprozess ab. Selbst die elegante japanische Domain, die in der Adressleiste des Browsers angezeigt wird, wird im Datenverkehr mit dem DNS-Server als schlichte, mit `xn--` beginnende ASCII-Zeichenkette übertragen.