Zeichenzähler für soziale Netzwerke (Twitter/X-Stil)
Ein Zeichenzähler, der der gewichteten Zählregel von X (früher Twitter) folgt. Vollbreite Zeichen zählen als 2, Halbbreite Zeichen als 1 – die verbleibenden Zeichen bis zum Limit von 280 werden in Echtzeit angezeigt.
Tipps
- Die Zeichenzählung von X entspricht nicht der "visuellen" Zeichenanzahl: Sie verwendet eine gewichtete Regel, bei der CJK-Zeichen (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch) und Vollbreitensymbole als 2 gezählt werden, wodurch sie von einer einfachen Zeichenzählung abweichen kann.
- Dieselben 30 Zeichen reichen in einem reinen ASCII-Beitrag deutlich weiter als in einem japanischen: 30 japanische Zeichen zählen als 60 gewichtete Zeichen und nähern sich damit doppelt so schnell dem Limit von 280.
- Eine URL wird unabhängig von ihrer tatsächlichen Länge immer als 23 Zeichen gezählt (die Länge des t.co-Kurzlinks). Nutzen Sie dieses Tool daher als grobe Orientierung für reinen Text und prüfen Sie Beiträge mit URLs im eigentlichen Compose-Fenster nach.
- Ein Emoji besteht jeweils aus einem einzigen Codepunkt, fällt aber meist nicht in die "breiten" Bereiche der Gewichtungsregel und zählt daher trotz seiner visuellen Auffälligkeit nur als 1 Zeichen.
- Um Byte-Längen je Kodierung zu prüfen, nutzen Sie das Schwester-Tool "Byte-Längen-Zähler"; zur Erkennung der Zeichenkodierung nutzen Sie den "Zeichensatz-Erkenner".
Häufig gestellte Fragen
Übrigens – Warum X Zeichen "gewichtet" zählt
Als Twitter (der Vorgänger von X) erstmals das Limit von 140 Zeichen einführte, beschwerten sich englischsprachige Nutzer häufig, dass 140 Zeichen viel zu kurz seien. Ein einzelner Buchstabe des Alphabets trägt weit weniger Information als ein einzelnes chinesisches Schriftzeichen, sodass dieselben 140 Zeichen, mit denen man auf Japanisch eine ganze Szene einer Geschichte beschreiben konnte, auf Englisch kaum für 20 bis 30 Wörter reichten. Um dieses Ungleichgewicht zu beheben, verdoppelte Twitter 2017 das Limit für "Ein-Byte"-Sprachen wie Englisch auf 280 Zeichen, während CJK-Sprachen (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch) praktisch beim Äquivalent von 140 Zeichen (280 gewichtete Zeichen) blieben – eine Anpassung an die unterschiedliche Informationsdichte der Sprachen.
Die Idee der "gewichteten Zeichenzählung" ist tatsächlich älter als Twitter und existiert schon lange in der Welt der SMS (Kurznachrichten). Eine standardmäßig GSM-kodierte SMS erlaubt bis zu 160 Zeichen, doch sobald auch nur ein Emoji oder ein japanisches Zeichen außerhalb des 7-Bit-GSM-Zeichensatzes enthalten ist, wechselt die Kodierung zu UCS-2 und das Limit sinkt schlagartig auf 70 Zeichen. Das Phänomen, dass "die Verwendung eines Zeichens einer bestimmten Sprache die verfügbare Zeichenanzahl halbiert", ist eine faszinierende Parallele dazu, wie interne Textkodierung und Nutzererfahrung miteinander verknüpft sind.
Die Gewichtungsregel gilt auch für Emojis: Die meisten zählen nur als 1 Zeichen, doch zusammengesetzte Emojis, die Hautton oder Geschlecht über einen Zero Width Joiner kombinieren, bestehen intern aus mehreren Unicode-Codepunkten. Ein sichtbar einzelnes Emoji kann daher manchmal als mehrere Zeichen zählen. Wer sich dieser Diskrepanz zwischen "sichtbarer" und "vom System gezählter" Zeichenanzahl beim Posten in sozialen Netzwerken bewusst ist, vermeidet böse Überraschungen durch ein überschrittenes Limit.