Ausgleichsrechner für chemische Reaktionsgleichungen
Gib eine unausgeglichene chemische Reaktionsgleichung wie H2 + O2 -> H2O ein und erhalte sofort die kleinsten positiven ganzzahligen Koeffizienten, die dem Gesetz der Erhaltung der Masse genügen.
Beispiele häufig ausgeglichener Gleichungen
Gängige Reaktionen aus dem Chemieunterricht mit ihren ausgeglichenen Koeffizienten — nützlich, um die eigene Rechnung vorab zu überprüfen.
| Reaktion | Unausgeglichene Gleichung | Ausgeglichene Gleichung |
|---|---|---|
| Verbrennung von Wasserstoff | H2 + O2 → H2O | 2H2 + O2 → 2H2O |
| Rosten (Oxidation) von Eisen | Fe + O2 → Fe2O3 | 4Fe + 3O2 → 2Fe2O3 |
| Vollständige Verbrennung von Methan | CH4 + O2 → CO2 + H2O | CH4 + 2O2 → CO2 + 2H2O |
| Vollständige Verbrennung von Propan | C3H8 + O2 → CO2 + H2O | C3H8 + 5O2 → 3CO2 + 4H2O |
| Redoxreaktion von Kaliumpermanganat mit Salzsäure | KMnO4 + HCl → KCl + MnCl2 + H2O + Cl2 | 2KMnO4 + 16HCl → 2KCl + 2MnCl2 + 8H2O + 5Cl2 |
Tipps zur Nutzung
- Du musst keine Koeffizienten selbst eintragen — bereits vorhandene Zahlen in der Gleichung werden ignoriert und komplett neu berechnet.
- Der Pfeil kann als "->", "=" oder "→" geschrieben werden, daher funktioniert auch das Einfügen des Unicode-Pfeilzeichens problemlos.
- Formeln mit Klammern (z. B. Fe2(SO4)3) werden ebenfalls unterstützt, sodass auch komplexere Salzreaktionen ausgeglichen werden können.
- Wenn eine Gleichung sich "eigentlich" ausgleichen lassen müsste, es aber nicht tut, prüfe, ob jedes Element auf der Eduktseite auch auf der Produktseite vorkommt.
- Lade zunächst eine der Beispielgleichungen, um den Aufbau der Ergebnistabelle kennenzulernen, bevor du deine eigene Gleichung eingibst.
Häufig gestellte Fragen
Übrigens – der Algorithmus hinter dem Ausgleichen und das Gesetz der Massenerhaltung
Die Idee, eine chemische Gleichung mit Koeffizienten auszugleichen, beruht auf dem Gesetz der Erhaltung der Masse, das der französische Chemiker Antoine Lavoisier im 18. Jahrhundert aufstellte. Durch präzise Messungen von Verbrennungsreaktionen in geschlossenen Gefäßen zeigte er, dass sich die Gesamtmasse während einer Reaktion nicht ändert, und widerlegte damit die zuvor vorherrschende Phlogistontheorie, nach der Verbrennung zu einem Masseverlust führe.
Wenn Lernende Gleichungen zum ersten Mal von Hand ausgleichen, ist die häufigste Fehlerquelle die Verwechslung von Koeffizienten und Indexzahlen. Ein Koeffizient vervielfacht die gesamte Verbindung, während eine Indexzahl die Atome innerhalb eines einzelnen Moleküls zählt — ändert man Letztere, entsteht ein völlig anderer Stoff. Der Algorithmus hinter diesem Tool (die Bestimmung des Nullraums eines linearen Gleichungssystems) hält diese Unterscheidung strikt ein und leitet dabei mechanisch die richtigen Koeffizienten ab.
Bei komplexeren Redoxreaktionen — etwa der Reaktion von Kaliumpermanganat mit Salzsäure — ist die manuelle Bestimmung der Koeffizienten oft mühsam und erfordert häufig spezialisierte Verfahren wie die Halbreaktionsmethode, die den Elektronenübergang verfolgt. Der hier verwendete, auf dem Gauß-Algorithmus basierende Ansatz kann selbst solche Gleichungen allein aus der Bedingung lösen, dass die Atomanzahl auf beiden Seiten übereinstimmt, ganz ohne den Elektronenübergang nachzuverfolgen.