Ausgleichsrechner für chemische Reaktionsgleichungen

Gib eine unausgeglichene chemische Reaktionsgleichung wie H2 + O2 -> H2O ein und erhalte sofort die kleinsten positiven ganzzahligen Koeffizienten, die dem Gesetz der Erhaltung der Masse genügen.

Beispiele häufig ausgeglichener Gleichungen

Gängige Reaktionen aus dem Chemieunterricht mit ihren ausgeglichenen Koeffizienten — nützlich, um die eigene Rechnung vorab zu überprüfen.

Reaktion Unausgeglichene Gleichung Ausgeglichene Gleichung
Verbrennung von Wasserstoff H2 + O2 → H2O 2H2 + O2 → 2H2O
Rosten (Oxidation) von Eisen Fe + O2 → Fe2O3 4Fe + 3O2 → 2Fe2O3
Vollständige Verbrennung von Methan CH4 + O2 → CO2 + H2O CH4 + 2O2 → CO2 + 2H2O
Vollständige Verbrennung von Propan C3H8 + O2 → CO2 + H2O C3H8 + 5O2 → 3CO2 + 4H2O
Redoxreaktion von Kaliumpermanganat mit Salzsäure KMnO4 + HCl → KCl + MnCl2 + H2O + Cl2 2KMnO4 + 16HCl → 2KCl + 2MnCl2 + 8H2O + 5Cl2

Tipps zur Nutzung

  • Du musst keine Koeffizienten selbst eintragen — bereits vorhandene Zahlen in der Gleichung werden ignoriert und komplett neu berechnet.
  • Der Pfeil kann als "->", "=" oder "→" geschrieben werden, daher funktioniert auch das Einfügen des Unicode-Pfeilzeichens problemlos.
  • Formeln mit Klammern (z. B. Fe2(SO4)3) werden ebenfalls unterstützt, sodass auch komplexere Salzreaktionen ausgeglichen werden können.
  • Wenn eine Gleichung sich "eigentlich" ausgleichen lassen müsste, es aber nicht tut, prüfe, ob jedes Element auf der Eduktseite auch auf der Produktseite vorkommt.
  • Lade zunächst eine der Beispielgleichungen, um den Aufbau der Ergebnistabelle kennenzulernen, bevor du deine eigene Gleichung eingibst.

Häufig gestellte Fragen

Das Ändern einer Indexzahl macht aus dem Stoff eine völlig andere Verbindung (ändert man z. B. den Index von H2O, erhält man H2O2, Wasserstoffperoxid — einen ganz anderen Stoff). Beim Ausgleichen einer Gleichung wird ausschließlich der Koeffizient angepasst, der angibt, wie viele Einheiten eines unveränderten Stoffes an der Reaktion teilnehmen.

Dieses Tool liefert immer den kleinstmöglichen Satz ganzer Zahlen nach Division durch den größten gemeinsamen Teiler, die angezeigten Koeffizienten sind also bereits vollständig gekürzt. Falls deine eigene Rechnung ausschließlich gerade Koeffizienten ergeben hat, prüfe, ob sie einen gemeinsamen Faktor haben, der sich noch herauskürzen lässt.

Meist bedeutet das, dass die Elemente auf der Eduktseite nicht mit denen auf der Produktseite übereinstimmen (ein Tippfehler oder eine tatsächlich falsche Gleichung) oder dass die Formelschreibweise selbst ungültig ist (ein unbekanntes Elementsymbol oder eine nicht geschlossene Klammer). Achte darauf, Verbindungen mit "+" zu trennen und Elementsymbole korrekt zu schreiben (Großbuchstabe gefolgt von Kleinbuchstaben).

Das Gesetz der Erhaltung der Masse besagt, dass sich die Gesamtmasse der Stoffe bei einer chemischen Reaktion nicht ändert. Das Ausgleichen einer Gleichung ist die mathematische Umsetzung dieses Gesetzes — es sorgt dafür, dass die Anzahl der Atome jedes Elements auf beiden Seiten des Pfeils exakt übereinstimmt.
ツールくん

Übrigens – der Algorithmus hinter dem Ausgleichen und das Gesetz der Massenerhaltung

Die Idee, eine chemische Gleichung mit Koeffizienten auszugleichen, beruht auf dem Gesetz der Erhaltung der Masse, das der französische Chemiker Antoine Lavoisier im 18. Jahrhundert aufstellte. Durch präzise Messungen von Verbrennungsreaktionen in geschlossenen Gefäßen zeigte er, dass sich die Gesamtmasse während einer Reaktion nicht ändert, und widerlegte damit die zuvor vorherrschende Phlogistontheorie, nach der Verbrennung zu einem Masseverlust führe.

Wenn Lernende Gleichungen zum ersten Mal von Hand ausgleichen, ist die häufigste Fehlerquelle die Verwechslung von Koeffizienten und Indexzahlen. Ein Koeffizient vervielfacht die gesamte Verbindung, während eine Indexzahl die Atome innerhalb eines einzelnen Moleküls zählt — ändert man Letztere, entsteht ein völlig anderer Stoff. Der Algorithmus hinter diesem Tool (die Bestimmung des Nullraums eines linearen Gleichungssystems) hält diese Unterscheidung strikt ein und leitet dabei mechanisch die richtigen Koeffizienten ab.

Bei komplexeren Redoxreaktionen — etwa der Reaktion von Kaliumpermanganat mit Salzsäure — ist die manuelle Bestimmung der Koeffizienten oft mühsam und erfordert häufig spezialisierte Verfahren wie die Halbreaktionsmethode, die den Elektronenübergang verfolgt. Der hier verwendete, auf dem Gauß-Algorithmus basierende Ansatz kann selbst solche Gleichungen allein aus der Bedingung lösen, dass die Atomanzahl auf beiden Seiten übereinstimmt, ganz ohne den Elektronenübergang nachzuverfolgen.

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