E-Mail-Adressen-Validierung

Prüft sofort, ob eine E-Mail-Adresse einem praxisnahen, an RFC 5322 angelehnten Format entspricht, und ermittelt, ob die Domain überhaupt E-Mails empfangen kann (MX-Eintrag-Abfrage). Kostenloses Tool zur Formularvalidierung und Bereinigung von E-Mail-Listen.

Beispiele für die Bewertung des E-Mail-Formats

Beispieladresse Bewertung Grund
[email protected] Gültig Grundformat (lokaler Teil @ Domain-Teil)
[email protected] Gültig Adresse mit Tag durch Punkt und Pluszeichen
[email protected] Ungültig Zwei aufeinanderfolgende Punkte im lokalen Teil
@example.com Ungültig Der lokale Teil (vor dem „@“) ist leer
user@example Ungültig Die Domain hat keine Top-Level-Domain (z. B. .com)
user example.com Ungültig Enthält kein „@“-Zeichen

Tipps zur Nutzung

  • Selbst eine korrekt formatierte Adresse wie „[email protected]“ garantiert nicht, dass die E-Mail tatsächlich ankommt — die MX-Prüfung unten gibt einen groben Anhaltspunkt dafür.
  • Beim Bereinigen einer E-Mail-Liste ist es effizient, zuerst offensichtliche Tippfehler mit der Formatprüfung auszusortieren und anschließend die Domain selbst mit der MX-Prüfung zu verifizieren.
  • Große Domains wie Gmail oder Outlook haben immer MX-Einträge, aber eine unternehmenseigene Domain kann sie direkt nach der Einrichtung oder durch eine Fehlkonfiguration noch nicht haben.
  • Ein überzähliges Leerzeichen am Ende, das beim Kopieren und Einfügen entsteht, kann dazu führen, dass die Formatprüfung fehlschlägt — achten Sie auf zusätzliche Leerzeichen rund um das Eingabefeld.
  • Wer eine Echtzeitvalidierung im eigenen Registrierungsformular möchte, kann den praktischen regulären Ausdruck aus dem Übrigens-Abschnitt unten direkt weiterverwenden.

Häufig gestellte Fragen

Dieses Tool unterstützt einige ungewöhnliche Konstrukte nicht, die RFC 5322 technisch erlaubt, etwa einen in Anführungszeichen gesetzten lokalen Teil oder eine Domain als IP-Literal (z. B. user@[192.0.2.1]). Es verwendet eine praktische Annäherung, die die überwiegende Mehrheit realer Adressen abdeckt, statt vollständige Spezifikationskonformität anzustreben.

Nein. Ein MX-Eintrag zeigt nur, dass die Domain über einen Mechanismus zum Empfang von E-Mails verfügt — er sagt nichts darüber aus, ob das vor dem „@“ genannte Postfach tatsächlich existiert. Die einzige zuverlässige Methode, die Existenz eines Postfachs zu bestätigen, ist, tatsächlich eine Nachricht zu senden und zu prüfen, ob sie unzustellbar zurückkommt (Bounce).

In seltenen Fällen greift eine Domain stattdessen auf ihren A-Eintrag (die eigene IP-Adresse der Domain) zurück, um E-Mails anzunehmen. Diese Konfiguration wird jedoch nicht empfohlen, und heute haben fast alle Mailserver korrekt eingerichtete MX-Einträge.

Die Formatprüfung und die MX-Abfrage sind als erste Vorprüfung sinnvoll, aber vor einem Massenversand sollten Sie außerdem die SPF-/DKIM-/DMARC-Konfiguration Ihres Absenders sowie den Opt-in-Status Ihrer Liste überprüfen. Massenversand an ungültige Adressen kann dem Ruf Ihrer Absenderdomain schaden.
ツールくん

Übrigens – warum die E-Mail-Validierung in zwei Schritten erfolgt

E-Mail-Validierung lässt sich leichter verstehen, wenn man sie in zwei unterschiedliche Ebenen aufteilt: Format und Existenz. Die Formatprüfung ist ein rein statischer Test, ob eine Zeichenkette die richtige Struktur hat (lokaler Teil, @, Domain-Teil), und greift dabei nie auf das Netzwerk zu. Die Existenzprüfung hingegen erfordert eine DNS-Abfrage der Domain, die ein Browser nicht direkt aus JavaScript heraus durchführen kann — sie muss serverseitig erfolgen. Dieses Tool trennt beides bewusst in getrennte Schritte, weil es sich technisch um grundlegend unterschiedliche Prüfungen handelt.

RFC 5322 definiert die formale Grammatik von E-Mail-Adressen, und diese ist erstaunlich komplex. Setzt man den lokalen Teil beispielsweise in doppelte Anführungszeichen, sind laut Spezifikation sogar Leerzeichen und aufeinanderfolgende Punkte erlaubt — Konstrukte, die in der Praxis kein realer Mailserver jemals verwenden würde. Deshalb verzichten die meisten Praktiker auf einen vollständig konformen Parser und setzen stattdessen den vereinfachten regulären Ausdruck des WHATWG HTML Living Standard ein; auch dieses Tool folgt diesem pragmatischen Ansatz.

Ein MX-Eintrag ist ein DNS-Eintrag, der angibt, welcher Server E-Mails für eine bestimmte Domain empfangen soll, wobei niedrigere Präferenzwerte zuerst versucht werden. Beim Umzug der E-Mail-Infrastruktur lassen Unternehmen häufig mehrere MX-Einträge gleichzeitig bestehen, um schrittweise umzuschalten. Existiert überhaupt kein MX-Eintrag, wird an diese Domain gesendete E-Mail vom Empfänger höchstwahrscheinlich abgelehnt.

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