Wissenschaftlicher Taschenrechner (sin, cos, tan, log, Potenz, Fakultät)

Ein kostenloser wissenschaftlicher Taschenrechner mit Potenzen, Quadratwurzel, trigonometrischen Funktionen (sin/cos/tan), Umkehrfunktionen, Logarithmen (log/ln) und Fakultäten. Umschaltbar zwischen Grad und Radiant. Ausdruck einfach direkt eingeben.

Übersichtstabelle der Winkelfunktionswerte besonderer Winkel

Winkel (Grad) Winkel (Radiant) sin cos tan
0° 0 0 1 0
30° π/6 1/2 √3/2 1/√3
45° π/4 √2/2 √2/2 1
60° π/3 √3/2 1/2 √3
90° π/2 1 0 Nicht definiert

Was ein wissenschaftlicher Taschenrechner leistet

Während ein gewöhnlicher Rechner nur die vier Grundrechenarten beherrscht, kommen beim wissenschaftlichen Rechner die Funktionen hinzu, die Naturwissenschaft und Technik brauchen: Potenzen, Wurzeln, die Winkelfunktionen Sinus, Kosinus und Tangens samt ihren Umkehrfunktionen, Zehner- und natürliche Logarithmen sowie Fakultäten. Da Sie den Ausdruck hier als Text eingeben können, lässt sich eine verwickelte Formel in einem Zug auswerten, statt wie in einer Rechner-App viele Tasten nacheinander zu drücken.

Intern wird der Ausdruck nach der Rangfolge der Operatoren zerlegt – erst Potenzen, dann Punkt-, dann Strichrechnung – und vollständig im Browser ausgewertet. Division durch null und Eingaben außerhalb des Definitionsbereichs, etwa die Fakultät einer negativen Zahl oder eine Umkehrfunktion außerhalb ihres Bereichs, werden erkannt und als Fehler gemeldet. So wird nie ein sinnloses Ergebnis als gültig ausgegeben.

So verwenden Sie den Rechner

  1. Ausdruck eingeben Tragen Sie die Formel unmittelbar in das Eingabefeld ein. Ein Klick auf die Schaltflächen fügt das jeweilige Zeichen oder den Funktionsnamen an der Einfügemarke ein.
  2. Winkelmaß wählen Bevor Sie eine Winkel- oder Umkehrfunktion nutzen, stellen Sie im Winkelmaß Grad oder Bogenmaß ein.
  3. Ergebnis ablesen Das Ergebnisfeld aktualisiert sich während der Eingabe. Enthält der Ausdruck einen Fehler, erklärt eine Meldung, worin er besteht.
  4. Eingabe berichtigen Mit der Rücktaste korrigieren Sie nur das letzte Zeichen, mit „Löschen“ beginnen Sie von vorn.

Tipps für die Nutzung

  • Verwenden Sie ^ für Potenzen. Beispiel: 2^10 → 1024. Die x²-Taste ist eine Abkürzung, die ^2 einfügt.
  • Der Winkel bei trigonometrischen Funktionen richtet sich nach dem aktuellen Winkelmodus. Im Gradmodus ergibt sin(30) 0,5, im Bogenmaß ergibt sin(π/2) 1.
  • Der dekadische Logarithmus (Basis 10) und der natürliche Logarithmus (Basis e) werden über die Tasten log( und ln( eingegeben. log(100) → 2, ln(e) → 1.
  • Für die Fakultät fügen Sie ! direkt nach einer Zahl ein. Beispiel: 5! → 120. Negative Zahlen und Nicht-Ganzzahlen führen zu einem Fehler.
  • Die Tasten π und e fügen diese Konstanten direkt in den Ausdruck ein, sodass Sie sie kombinieren können, z. B. 2 * π.

Wofür sich der Rechner eignet

Mathematikaufgaben in Schule und Studium

Hilfreich bei Aufgaben mit Winkelfunktionen, Logarithmen oder Potenzen und beim Abgleich der Lösungen vor einer Prüfung. Der Wechsel zwischen Grad und Bogenmaß passt sich der Schreibweise Ihres Lehrbuchs an.

Technische Rechnungen im Berufsalltag

Praktisch, wenn Sie Konstruktions- oder Versuchsdaten mit Potenzen und Logarithmen auswerten. Den ganzen Ausdruck auf einmal einzugeben geht schneller als über eine Rechner-App.

Eine Rechnung vor dem Programmieren prüfen

Gut geeignet, um vorab von Hand zu bestätigen, was eine Formel oder ein Algorithmus im Code ergeben soll, bevor Sie ihn umsetzen.

Vorbereitung auf Fachprüfungen

Gut zum Üben der Winkelverhältnisse und Logarithmen, die in technischen und informationstechnischen Prüfungen immer wieder vorkommen – besonders zusammen mit einer Tabelle der besonderen Winkel.

Begriffe rund um den wissenschaftlichen Rechner

Gradmaß
Eine Art, Winkel anzugeben, indem der volle Kreis in 360 gleiche Teile geteilt wird. Es ist die im Alltag geläufige Einheit und wird mit dem Gradzeichen geschrieben, etwa 30° oder 45°.
Bogenmaß
Eine mathematische Einheit, die den Winkel als Verhältnis von Bogenlänge zu Radius ausdrückt. Der volle Kreis misst 2π Bogenmaß; in der Differential- und Integralrechnung ist dies die übliche Einheit.
Natürlicher Logarithmus
Ein Logarithmus zur Basis e, der Eulerschen Zahl von etwa 2,71828. Er wird ln(x) geschrieben und in Naturwissenschaft und Technik bevorzugt, weil sein Verhalten beim Ableiten und Integrieren besonders einfach ist.
Fakultät
Das Produkt aller ganzen Zahlen von 1 bis zur angegebenen Zahl. So ist 5! gleich 1 × 2 × 3 × 4 × 5 = 120; sie tritt in Rechnungen zu Permutationen und Kombinationen überall auf.
Umkehrfunktionen der Winkelfunktionen
Funktionen, die aus dem Wert von Sinus, Kosinus oder Tangens den Winkel zurückgewinnen. Sie werden asin, acos und atan geschrieben; ihre Eingaben sind auf den Wertebereich der Ausgangsfunktionen beschränkt, bei Sinus und Kosinus also auf −1 bis 1.

Häufig gestellte Fragen

Der gewöhnliche Taschenrechner unterstützt nur die vier Grundrechenarten und Klammern. Dieses Tool ergänzt Potenzen, Quadratwurzeln, trigonometrische und inverse trigonometrische Funktionen, Logarithmen und Fakultäten – nützlich für Hausaufgaben, technische Berechnungen oder überall dort, wo % oder ^ benötigt wird.

Grad ist für alltägliche Winkel wie 30° oder 45° intuitiver. Radiant ist die Standardeinheit in der Analysis und den meisten physikalischen Formeln. Sie können jederzeit über die Umschalttaste oberhalb des Eingabefelds wechseln.

Der Tangens ist definiert als Sinus geteilt durch Kosinus. Bei 90° ist cos(90°) gleich 0, wodurch die Division undefiniert wird (der Wert strebt gegen unendlich). Das ist eine mathematische Eigenschaft, kein Fehler des Rechners.

Die Fakultät ist nur für nicht negative ganze Zahlen definiert. Negative Zahlen (z. B. (-1)!) und Nicht-Ganzzahlen (z. B. 3,5!) führen zu einem Fehler. Fakultäten ab 171 werden ebenfalls nicht unterstützt, da das Ergebnis zu groß für eine präzise Darstellung wird.

asin (Arkussinus) und acos (Arkuskosinus) sind nur für Werte zwischen -1 und 1 definiert. asin(2) liegt beispielsweise außerhalb dieses Bereichs und führt zu einem Fehler – eine direkte Folge davon, dass sin und cos stets Werte zwischen -1 und 1 liefern.
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Übrigens – was einen „wissenschaftlichen" Taschenrechner wirklich von einem gewöhnlichen unterscheidet

Der Begriff „wissenschaftlicher Taschenrechner" bezeichnet ein Gerät, das im Gegensatz zu einem einfachen Vier-Funktionen-Rechner die in Technik und Naturwissenschaft gebräuchlichen Funktionen unterstützt – Trigonometrie, Logarithmen und Potenzierung. Der erste handgehaltene wissenschaftliche Taschenrechner, der HP-35, kam 1972 auf den Markt und machte den Rechenschieber für Ingenieure fast über Nacht überflüssig.

Grad und Radiant sind beide Einheiten zur Winkelmessung, beruhen aber auf unterschiedlichen Grundlagen. Grad teilt einen vollen Kreis in 360 Teile, eine Konvention, die vermutlich auf die babylonische Mathematik im 60er-System zurückgeht. Radiant hingegen wird über das Verhältnis von Bogenlänge zu Radius definiert und ist damit die natürliche Einheit in Mathematik und Physik – ein voller Kreis entspricht sowohl 360° als auch 2π Radiant.

Logarithmen (log und ln) verwandeln Multiplikation in Addition – eine Eigenschaft, die sie für Astronomen und Seefahrer lange vor der Existenz von Taschenrechnern oder Rechenschiebern unverzichtbar machte. Als John Napier im 17. Jahrhundert Logarithmen einführte, verkürzte sich die für die komplexen astronomischen Berechnungen jener Zeit benötigte Zeit drastisch.