ads.txt-Validator

Fügen Sie den Inhalt Ihrer ads.txt ein, um die Syntax sofort zu prüfen. Validiert die Felder DOMAIN, PUBLISHER_ID und RELATIONSHIP (DIRECT/RESELLER) zeilenweise und hilft Ihnen, die Datei korrekt einzurichten, die vor unautorisiertem Weiterverkauf von Werbeinventar (Domain-Spoofing) schützt.

Tipps

  • Das Grundformat besteht aus 3 Feldern – DOMAIN, PUBLISHER_ID und RELATIONSHIP – mit einem optionalen vierten Feld für die ID der Zertifizierungsstelle. Zählen Sie die Kommas, um zu prüfen, dass keines fehlt oder zu viel ist.
  • RELATIONSHIP akzeptiert nur DIRECT (der Seitenbetreiber hat einen direkten Vertrag) oder RESELLER (Verkauf über einen Wiederverkäufer). Die Schreibweise ist laut Spezifikation nicht case-sensitiv, üblich ist jedoch Großschreibung.
  • Zeilen, die mit # beginnen, werden als Kommentare ignoriert. Variablen-Direktiven wie CONTACT= oder OWNERDOMAIN= helfen Werbesystemen beim Abgleich Ihres Kontos.
  • Die ads.txt muss im Domain-Root gehostet werden (https://example.com/ads.txt). In einem Unterverzeichnis wird sie von Werbesystemen und Crawlern nicht erkannt.
  • Für mobile Apps gibt es eine ergänzende Spezifikation namens app-ads.txt. Wer Werbeinventar sowohl über eine Website als auch über eine App verkauft, muss beide Dateien hosten.

Häufig gestellte Fragen

Die Anzeigenauslieferung stoppt nicht sofort vollständig, aber Google markiert Seiten ohne korrekt konfigurierte ads.txt, und wenn dies unbeachtet bleibt, kann ein Teil Ihres Werbeinventars nicht mehr verkauft werden. Prüfen Sie im AdSense-Dashboard den ads.txt-Codeausschnitt für Ihre Website und hosten Sie ihn im Domain-Root.

DIRECT bedeutet, dass der Seitenbetreiber einen direkten Vertrag mit dem Werbesystem hat und die Berechtigung zum Verkauf dieses Inventars besitzt. RESELLER wird verwendet, wenn ein Wiederverkäufer (z. B. ein Werbenetzwerk) das Inventar im Auftrag des Betreibers mit delegierter Berechtigung verkauft. Wird ein Werbeplatz über mehrere Werbesysteme verkauft, muss jede Beziehung korrekt einzeln aufgeführt werden.

Das ist die kontospezifische ID, die von jedem Werbesystem (Google AdSense, Google Ad Manager, andere SSPs usw.) vergeben wird. Bei AdSense beginnt sie mit „pub-" und ist auf der Kontoeinstellungsseite oder über die ads.txt-Codeausschnitt-Funktion im Dashboard zu finden.

Das hängt vom Werbesystem und Crawler ab, üblicherweise wird sie jedoch innerhalb von 24 Stunden erneut abgerufen. Da Änderungen etwas Zeit brauchen können, um sich durchzusetzen, müssen Sie sich keine Sorgen machen, wenn sich die Anzeigenauslieferung nach einer Aktualisierung nicht sofort ändert.

Grundsätzlich ist ads.txt pro Domain unabhängig, und eine Subdomain erbt die Einstellungen der Root-Domain nicht. Die IAB-Spezifikation enthält jedoch eine SUBDOMAIN=-Direktive, mit der bestimmte Subdomains auf eine separate Datei verweisen können.
ツールくん

Übrigens – Warum es ads.txt gibt: ein Branchenstandard gegen die „Fälschung" von Werbeinventar

ads.txt (Authorized Digital Sellers) ist eine 2017 vom IAB Tech Lab entwickelte Spezifikation. Damals war die programmatische Werbung von sogenanntem „Domain-Spoofing" geplagt: Betrüger kopierten und verkauften ohne Erlaubnis das Werbeinventar seriöser Publisher weiter. Werbetreibende glaubten, auf einer Premium-Seite zu bieten, doch ihre Anzeigen landeten auf völlig unabhängigen, minderwertigen Seiten – was das Vertrauen von Werbetreibenden und Publishern gleichermaßen untergrub.

Der Mechanismus ist simpel: Ein Publisher veröffentlicht im Root-Verzeichnis seiner Domain als Klartextdatei, welche Werbesysteme er zum Verkauf seines Inventars autorisiert hat. Werbeeinkaufssysteme rufen diese Datei ab, um zu prüfen, ob das Inventar, auf das sie bieten, tatsächlich über einen von dieser Domain offiziell freigegebenen Kanal verkauft wird. Da das Design so einfach ist, sind die Einführungskosten gering – innerhalb weniger Jahre übernahm die Mehrheit der großen Werbesysteme und Publisher diesen Branchenstandard.

Auch Google AdSense fördert seit 2019 die Einführung von ads.txt, und Seiten ohne korrekte Konfiguration kann ein Teil der Anzeigenauslieferung eingeschränkt werden. Für eine Website, deren Geschäftsmodell auf Werbeeinnahmen basiert, ist ads.txt keine bloße Empfehlung, sondern faktisch eine notwendige Einstellung zum Schutz dieser Einnahmen.

Als ergänzende Spezifikationen hat das IAB Tech Lab außerdem app-ads.txt für mobile Apps sowie sellers.json, das Verkäuferinformationen auf Seiten der Werbesysteme veröffentlicht, entwickelt. Zusammen ermöglichen sie Werbetreibenden, entlang der gesamten Lieferkette zu überprüfen, wer welches Inventar unter welcher Beziehung verkauft.

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