Keramikkondensator-Code-Umrechner (Code zu Kapazität und Kapazität zu Code)

Rechnet einen dreistelligen Code wie "104" in die Kapazität um, angezeigt in pF, nF und µF, oder berechnet aus einer Kapazität den Code. Inklusive Tabelle der Toleranzbuchstaben.

Toleranzbuchstaben-Tabelle (EIA-Norm)

Buchstabe Toleranz
B ±0,1pF
C ±0,25pF
D ±0,5pF
F ±1%
G ±2%
J ±5%
K ±10%
M ±20%
Z +80% / -20%

Tipps

  • Die einzige Ausnahme ist eine dritte Ziffer "9": Sie bedeutet ×10^-1 (also mal 0,1), nicht ×10^9. So ist "339" gleich 33 × 0,1 = 3,3pF.
  • Ein 2-stelliger Code wie "47" hat gar keinen Multiplikator — er gibt den pF-Wert direkt an. Das ist bei sehr kleinen Keramikkondensatoren unter 10pF üblich.
  • Der abschließende Buchstabe ist ein Toleranzcode. Bauteile für den allgemeinen Gebrauch verwenden meist K (±10 %) oder M (±20 %), Präzisionsbauteile eher J (±5 %) oder F (±1 %).
  • Der Modus "Kapazität zu Code" liefert immer einen standardmäßigen dreistelligen Code. Passt dein Wert nicht exakt auf 2 signifikante Stellen, wird auf den nächstliegenden darstellbaren Wert gerundet.
  • Ist ein Aufdruck wie "104" zu verblasst oder zu klein zum Lesen, miss die Kapazität mit einem Multimeter und gleiche sie im Modus "Kapazität zu Code" ab.

Häufig gestellte Fragen

"104" ist ein dreistelliger Code, bei dem die ersten beiden Ziffern, "10", die signifikanten Stellen sind und die dritte Ziffer, "4", ein Zehnerpotenz-Multiplikator in Picofarad ist. Das ergibt 10 × 10^4 = 100.000pF = 100nF = 0,1µF, einen der häufigsten Werte für Entkopplungskondensatoren.

Normalerweise wird die dritte Ziffer direkt als Zehnerpotenz verwendet, aber "9" ist laut EIA-Norm eine Sonderregel und bedeutet ×10^-1 (mal 0,1). Zum Beispiel ist "339" gleich 33 × 0,1 = 3,3pF, nicht 33 × 10^9 pF. Übersieht man diese Ausnahme, ist das Ergebnis um mehrere Zehnerpotenzen falsch.

Er gibt die Toleranz (den zulässigen Fehlerbereich) der Kapazität an. J (±5 %), K (±10 %) und M (±20 %) sind am gebräuchlichsten, während sehr kleine Kondensatoren unter 10pF manchmal eine absolute Toleranz in Picofarad verwenden, etwa B (±0,1pF), C (±0,25pF) oder D (±0,5pF).

Ja — ein Code wie "47" mit nur 2 Ziffern hat keinen Multiplikator und gibt direkt den pF-Wert an. Diese Schreibweise ist bei sehr kleinen Keramikkondensatoren unter 10pF üblich.

Ja, mit dem Modus "Kapazität zu Code" dieses Tools. Er rundet deinen Wert auf 2 signifikante Stellen und zeigt den passenden standardmäßigen dreistelligen Code an. Beachte, dass ein Wert außerhalb einer Standardreihe zu einem Code führen kann, der keinem tatsächlich produzierten Kondensator entspricht.
ツールくん

Übrigens – Der Kondensator-Code ist der zahlenbasierte Cousin des Widerstands-Farbcodes

Die meisten Keramikkondensatoren sind winzig, und wie bei Widerständen fehlt schlicht der Platz, um den vollständigen Kapazitätswert als Text aufzudrucken. Deshalb haben die EIA (Electronic Industries Alliance) und die JIS (japanische Industrienorm) einen kompakten dreistelligen Zahlencode standardisiert, der zwei signifikante Ziffern mit einer Multiplikatorziffer kombiniert – eine ähnliche Idee wie der Widerstands-Farbcode, nur mit Zahlen und einem Buchstaben statt farbigen Ringen ausgedrückt. Beide Systeme lösen dasselbe Problem: möglichst viele Informationen auf einem sehr kleinen Bauteil unterzubringen.

Der verwirrendste Teil dieses dreistelligen Systems ist der Fall, dass die Multiplikatorziffer "9" ist. Die Ziffern 0 bis 8 werden direkt als Zehnerpotenz verwendet, aber 9 ist ein Sonderfall und bedeutet ×10^-1 (0,1×) statt ×10^9. Läse man "339" fälschlich als 33 × 10^9 pF statt korrekt als 3,3pF, läge man um mehrere Zehnerpotenzen daneben – ein Fehler, der häufig genug vorkommt, um in vielen Lehrbüchern und Datenblättern ausdrücklich als klassische Anfängerfalle genannt zu werden.

Kondensator-Code-Tabellen gehören zum Standardrepertoire von Elektronik-Hobbyseiten und Datenblattanhängen und stehen oft direkt neben den Farbcodetabellen für Widerstände. Doch den auf einem echten Bauteil aufgedruckten Code tatsächlich einzugeben, um den Wert zu prüfen – oder umgekehrt von einer gewünschten Kapazität zum Standardcode zu gelangen –, kann eine statische Tabelle allein nicht leisten. Zusammen mit dem Widerstands-Farbcode-Rechner aus derselben Physik-Kategorie deckt dieses Tool die grundlegenden Umrechnungsarbeiten beim Ablesen passiver Bauteile vollständig ab.