Rechner für SMD-Widerstandscodes (3-stellig, 4-stellig und EIA-96)

Wandeln Sie die aufgedruckte numerische Kennzeichnung eines oberflächenmontierten (SMD) Chipwiderstands in einen Widerstandswert um. Unterstützt 3-stellige Codes, 4-stellige Codes (Präzisionswiderstände) und EIA-96-Codes (2 Ziffern plus ein Buchstabe), wobei das Format automatisch aus Ihrer Eingabe erkannt wird.

Tipps

  • 3-stellige Codes sind bei allgemeinen SMD-Widerständen üblich (meist ±5 % Toleranz), während 4-stellige Codes eher bei Präzisionswiderständen mit ±1 % oder weniger vorkommen. Schon die Anzahl der Ziffern gibt einen groben Hinweis auf die Präzision.
  • Ein EIA-96-Code packt eine zusätzliche signifikante Ziffer (drei Ziffern Genauigkeit) in nur zwei Zahlenzeichen, sodass selbst winzige Chipwiderstände einen hochpräzisen aufgedruckten Wert tragen können.
  • „Automatische Erkennung" rät das Format anhand der Länge und der Zeichenart Ihrer Eingabe (nur Ziffern oder mit abschließendem Buchstaben). Stimmt die Vermutung nicht mit Ihrer Absicht überein, wählen Sie das Format explizit im Dropdown aus.
  • Ein 0-Ω-Jumperwiderstand ist meist mit „000" oder „0" statt einem echten Widerstandscode gekennzeichnet – auch wenn „000" technisch als 3-stelliger Code gelesen werden kann, handelt es sich eigentlich um eine Sondermarkierung, die „diese Leiterbahn direkt verbinden" bedeutet.
  • Beim Ablesen eines Codes unter einer Lupe oder einem Mikroskop kann abgenutzter Druck ähnliche Zeichen wie 0/D oder 1/I schwer unterscheidbar machen – ein Blick aus mehreren Winkeln hilft, Fehllesungen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Der EIA-96-Code ist ein von der US-amerikanischen Electronic Industries Alliance (EIA) standardisiertes Kennzeichnungsschema. Zwei Ziffern (01–96) kodieren über eine Nachschlagetabelle drei signifikante Stellen, und ein abschließender Buchstabe kodiert den Multiplikator (von ×0,001 bis ×100.000). Da drei Stellen Genauigkeit in nur zwei Zahlenzeichen gepackt werden, können selbst kleine Chipwiderstände einen hochpräzisen aufgedruckten Wert tragen.

„103" ist ein 3-stelliger Code: Die ersten beiden Ziffern, „10", sind die signifikanten Stellen, und die dritte Ziffer, „3", ist der Zehnerpotenz-Multiplikator (×10³), was 10 × 1000 = 10.000 Ω (10 kΩ) ergibt. „1003" ist ein 4-stelliger Code: Die ersten drei Ziffern, „100", sind die signifikanten Stellen, und die vierte Ziffer, „3", ist der Multiplikator, was 100 × 1000 = 100.000 Ω (100 kΩ) ergibt. Dieselbe Ziffernfolge bedeutet je nach Stellenzahl etwas völlig anderes, daher lohnt sich eine sorgfältige Prüfung.

SMD-Chipwiderstände sind so klein, dass kein Platz für Farbringe wie bei einem herkömmlichen bedrahteten Widerstand bleibt. Deshalb wurden kurze numerische (und gelegentlich alphabetische) Codes standardisiert, um sowohl Widerstandswert als auch Toleranz auf diesem sehr begrenzten Druckraum unterzubringen.

Am besten messen Sie den tatsächlichen Widerstand mit einem Multimeter und vergleichen ihn mit dem von diesem Tool berechneten Wert. Abgenutzter Druck oder schlechte Lichtverhältnisse können zu Fehllesungen von Ziffern und Buchstaben führen, daher ist der Abgleich mit einer echten Messung am zuverlässigsten.
ツールくん

Übrigens – Immer kleinere Widerstände und ihre cleveren Kennzeichnungstricks

Mit der fortschreitenden Miniaturisierung elektronischer Bauteile hat sich auch die Umstellung von Widerständen auf oberflächenmontierte (SMD) Gehäuse beschleunigt. Die Farbringe eines herkömmlichen bedrahteten Widerstands passen schlicht nicht auf die Oberfläche eines nur wenige Millimeter großen Chips, weshalb stattdessen kurze Kennzeichnungscodes aus Ziffern (und gelegentlich Buchstaben) eingeführt wurden.

Die 3- und 4-stelligen Codes sind im Grunde die Idee des Farbcodes, direkt in Zahlen übersetzt, doch der EIA-96-Code geht noch einen Schritt weiter. Durch eine im Voraus erstellte, standardisierte Nachschlagetabelle können allein zwei Ziffern 96 mögliche signifikante Werte (praktisch drei Stellen Genauigkeit) ausdrücken, wobei der Zahlenteil lediglich als „Index" in diese Tabelle dient. Das spart Druckplatz und erreicht gleichzeitig die Präzision eines 4-stelligen Codes.

In den letzten Jahren haben sich noch winzigere Gehäusegrößen wie 0402 (0,4 mm × 0,2 mm) und sogar 0201 verbreitet, und immer mehr Bauteile verzichten ganz auf den Aufdruck (unbeschriftete Widerstände). In diesem Fall muss der Wert anhand des Etiketts auf Gurt und Rolle oder der Teilenummer der Rolle bestimmt werden – die optische Identifikation über einen Kennzeichnungscode dürfte daher künftig auf Bauteile oberhalb einer bestimmten Größe beschränkt bleiben.