Gross Revenue Retention (GRR) Rechner
Geben Sie den Start-ARR, den Downgrade-ARR und den durch Kündigungen verlorenen ARR ein, um die GRR (Gross Revenue Retention) zu berechnen — eine "brutto" Retentionsrate, die Expansionsumsätze aus Upselling und Cross-Selling ausschließt. Inklusive einer auf 100 % begrenzten Benchmark-Tabelle.
GRR-Benchmark-Referenztabelle
| Stufe | GRR-Bereich | Bedeutung |
|---|---|---|
| Ausgezeichnet | 95 % oder mehr | Verluste durch Kündigungen und Downgrades sind minimal — der Bestandskundenstamm bleibt praktisch vollständig erhalten |
| Gut | 90 %–94 % | Gesundes Niveau, bei dem Verluste durch Kündigungen und Downgrades gering gehalten werden |
| Mittelmäßig | 80 %–89 % | Bestandskundenstamm schrumpft etwas — es besteht Verbesserungspotenzial |
| Schlecht | Unter 80 % | Kündigungen und Downgrades müssen dringend angegangen werden |
Was als gesunde GRR gilt, hängt vom Geschäftsmodell und Kundensegment ab (z. B. Enterprise vs. Self-Service). Betrachten Sie diese Bereiche nur als allgemeine Orientierung.
Nutzungstipps
- Die GRR schließt Expansions-ARR aus Upselling oder Cross-Selling grundsätzlich aus. Wenn Sie auch die Expansionskraft Ihres Kundenstamms berücksichtigen möchten, kombinieren Sie dies mit unserem NRR-Rechner.
- Die GRR ist immer auf 100 % begrenzt und kann diesen Wert nie überschreiten — anders als bei der NRR gibt es hier kein Äquivalent zu "negativem Churn".
- Sie können die GRR für jeden beliebigen Zeitraum berechnen, aber beim Vergleich mit der NRR sollten Sie für beide denselben Zeitraum verwenden.
- Ist Ihre GRR niedrig, prüfen Sie separat, ob Downgrades oder Kündigungen der stärkere Treiber sind — so lassen sich Customer-Success-Maßnahmen leichter priorisieren.
Häufig gestellte Fragen
Übrigens – Warum GRR und NRR meist gemeinsam betrachtet werden
Gross Revenue Retention (GRR) wird oft zusammen mit Net Revenue Retention (NRR) als deren "Basis"-Kennzahl genannt, die Expansionsumsätze aus Upselling und Cross-Selling ausschließt. Wer nur auf die NRR schaut, dem können Verluste durch Kündigungen und Downgrades durch Expansionsumsätze verdeckt werden — sodass leicht übersehen wird, dass der Bestandskundenstamm selbst tatsächlich schrumpft.
In Investorenunterlagen und Due-Diligence-Dokumenten von SaaS-Unternehmen werden GRR und NRR in der Regel nebeneinander ausgewiesen. Eine niedrige GRR bei gleichzeitig hoher NRR kann auf ein fragiles Wachstum hindeuten, das von wenigen großen Kunden mit steigenden Ausgaben getragen wird. Umgekehrt deutet eine hohe GRR mit geringer Lücke zur NRR auf einen stabilen Kundenstamm hin, der nicht stark von Upselling abhängt.
Dass die GRR immer auf 100 % begrenzt ist, spiegelt das buchhalterische Konzept einer "Retentionsrate" wider — sie schließt sämtliche offensiven Gewinne aus Neukundengewinnung und Upselling aus und misst nur, wie gut ein bestehender Vermögenswert (der Kundenstamm) vor Erosion geschützt wurde. Dieses Design macht sie zu einem eigenständigen, klaren Maßstab für die defensive Stärke eines Unternehmens.