Rechner für Gleichförmige Kreisbewegung (Zentripetalkraft, Winkelgeschwindigkeit, Periode)

Geben Sie Masse, Radius und Geschwindigkeit (oder Winkelgeschwindigkeit) ein, um Zentripetalkraft, Winkelgeschwindigkeit, Periode und Frequenz einer gleichförmigen Kreisbewegung zu berechnen (F = mv²/r = mω²r).

Tipps zur Nutzung

  • Geschwindigkeit (v) und Winkelgeschwindigkeit (ω) hängen über ω = v/r zusammen, daher genügt es, eine der beiden Größen zu kennen, um alles andere zu berechnen. Liegt der Ausgangswert in U/min vor, rechnen Sie ihn zunächst mit rpm × 2π ÷ 60 in rad/s um.
  • Die Zentripetalkraft ändert fortlaufend die Bewegungsrichtung, beschleunigt das Objekt aber nicht entlang seiner Bahn. Bei der gleichförmigen Kreisbewegung bleibt die Geschwindigkeit konstant, während sich nur die Richtung ständig ändert.
  • Vergrößert man den Radius (r) bei gleicher Geschwindigkeit (v), verringert sich die Zentripetalkraft umgekehrt proportional (F = mv²/r). Verdoppelt man dagegen bei festem Radius die Geschwindigkeit, vervierfacht sich die Zentripetalkraft — ein häufiger Irrtum ist anzunehmen, sie verdopple sich nur.
  • Die Frequenz (f) gibt die Anzahl vollständiger Umdrehungen pro Sekunde an und ist der Kehrwert der Periode (T). Zum Vergleich mit der Drehzahl (U/min) eines Motors multiplizieren Sie f mit 60.

Häufig Gestellte Fragen

Bei einer gleichförmigen Kreisbewegung bewegt sich ein Objekt mit konstanter Geschwindigkeit auf einer Kreisbahn. Obwohl sich der Betrag der Geschwindigkeit nie ändert, ändert sich die Bewegungsrichtung ständig, was eine kontinuierliche Beschleunigung (Zentripetalbeschleunigung) — und eine entsprechende Kraft (Zentripetalkraft) — stets zum Kreismittelpunkt hin erfordert.

Obwohl die Geschwindigkeit bei der gleichförmigen Kreisbewegung konstant bleibt, ändert sich die Richtung des Geschwindigkeitsvektors mit der Zeit, wodurch eine Beschleunigung entsteht. Eine geometrische Analyse der Änderung des Geschwindigkeitsvektors über ein sehr kleines Zeitintervall zeigt, dass diese Beschleunigung (die Zentripetalbeschleunigung) den Betrag v²/r hat. Setzt man dies in Newtons zweites Gesetz F=ma ein, ergibt sich F=mv²/r.

Die Zentripetalkraft ist eine reale Kraft — etwa die Spannung eines Seils, die Schwerkraft oder Reibung —, die auf ein sich im Kreis bewegendes Objekt wirkt und stets zum Mittelpunkt gerichtet ist. Die Zentrifugalkraft dagegen ist eine fiktive (träge) Kraft, die nur für einen Beobachter erscheint, der sich mit dem Objekt mitdreht; aus Sicht eines ruhenden Beobachters existiert sie tatsächlich nicht.

Die Winkelgeschwindigkeit (ω) gibt den pro Zeiteinheit überstrichenen Winkel an (rad/s), während die Geschwindigkeit (v) die tatsächlich pro Zeiteinheit auf dem Kreis zurückgelegte Strecke (m/s) angibt. Beide hängen über v = ωr zusammen, sodass bei gleicher Winkelgeschwindigkeit ein größerer Radius eine höhere Geschwindigkeit ergibt.
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Übrigens – Der Streit zwischen Newton und Hooke über die Gravitation

Das Konzept der Zentripetalkraft bei der gleichförmigen Kreisbewegung spielte auch eine Schlüsselrolle beim Verständnis der Bewegung von Himmelskörpern. Isaac Newton folgerte, dass der Mond deshalb weiter auf einer annähernd kreisförmigen Bahn um die Erde kreist, weil die Erdanziehung als Zentripetalkraft wirkt, und erweiterte diese Einsicht auf die Planetenbewegung im Allgemeinen, um daraus das Gravitationsgesetz herzuleiten.

Interessanterweise wurde die Idee, dass die Stärke der Gravitationsanziehung mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt, nicht nur von Newton, sondern unabhängig davon auch von seinem Zeitgenossen Robert Hooke entwickelt, was zu einem berühmten Prioritätsstreit zwischen den beiden führte. Hooke hatte die Idee in einem Brief an Newton angedeutet, doch letztlich war es Newton, der die vollständige mathematische Ausarbeitung lieferte — indem er mit der Zentripetalkraftgleichung die elliptischen Planetenbahnen der Keplerschen Gesetze herleitete.

Heute reicht das Konzept der Zentripetalkraft weit über die Himmelsmechanik hinaus: Es findet regelmäßig Anwendung in technischen Bereichen, vom Design von Achterbahnen in Freizeitparks über die Festlegung der Schleuderdrehzahl einer Waschmaschinentrommel bis hin zur Berechnung der Reifenreibung, die ein Auto benötigt, um eine Kurve sicher zu durchfahren.