ACV-Rechner (Annual Contract Value, jährlicher Vertragswert)

Gib den Gesamtvertragswert und die Vertragslaufzeit in Monaten ein, um sofort den jährlichen Vertragswert (Annual Contract Value, ACV) zu berechnen. Vergleiche Verträge unterschiedlicher Laufzeit auf derselben jährlichen Basis.

ACV-Umrechnungstabelle nach Vertragslaufzeit

Vertragslaufzeit Multiplikator auf den Vertragswert Beispiel (Vertragswert von 10.000 €)
1 Monat (monatlicher Plan) Betrag × 12,00 10.000 € → ACV 120.000 €
12 Monate (1-Jahres-Vertrag) Betrag × 1,00 10.000 € → ACV 10.000 €
24 Monate (2-Jahres-Vertrag) Betrag × 0,50 10.000 € → ACV 5.000 €
36 Monate (3-Jahres-Vertrag) Betrag × 0,33 10.000 € → ACV ca. 3.333 €
48 Monate (4-Jahres-Vertrag) Betrag × 0,25 10.000 € → ACV 2.500 €
60 Monate (5-Jahres-Vertrag) Betrag × 0,20 10.000 € → ACV 2.000 €

* ACV = Gesamtvertragswert ÷ Laufzeit (Monate) × 12. Der Multiplikator steigt bei kurzen Laufzeiten und sinkt bei langen.

Tipps zur Nutzung

  • Mehrjahresverträge werden oft als Gesamtwert angegeben – wandle sie zuerst in den ACV um, um Verträge unterschiedlicher Laufzeit fair zu vergleichen.
  • Bei einem monatlichen Abo entspricht der ACV einfach dem Monatspreis × 12 (gib hier 1 als Laufzeit ein, um dasselbe Ergebnis zu erhalten).
  • Der ACV ist der Baustein des ARR (Annual Recurring Revenue, jährlich wiederkehrender Umsatz) auf Vertragsebene – summierst du den ACV aller Kunden, näherst du dich dem unternehmensweiten ARR an.
  • Enthält ein Vertrag eine einmalige Einrichtungsgebühr, kann sich der ACV zwischen dem ersten und den folgenden Jahren unterscheiden – rechne für eine genauere Zahl nur mit dem wiederkehrenden Anteil neu.

Häufig gestellte Fragen

Der ACV ist der Gesamtwert eines einzelnen Vertrags, umgerechnet auf eine Jahresbasis. So lassen sich Verträge unterschiedlicher Laufzeit mit demselben Maßstab vergleichen.

Der ACV ist der annualisierte Wert eines einzelnen Vertrags, während der ARR (jährlich wiederkehrender Umsatz) die Summe der ACVs aller Kunden im Unternehmen ist. Der ACV arbeitet auf Vertragsebene, der ARR auf Unternehmensebene.

Üblich ist es, einmalige Gebühren, die nur im ersten Jahr anfallen, auszuschließen und den ACV nur aus dem wiederkehrenden Vertragsanteil zu berechnen, da dies den fortlaufenden Wert des Vertrags besser widerspiegelt. Handhabe dies im gesamten Unternehmen einheitlich.

Nicht unbedingt. Ein Vertrag mit hohem ACV, aber hoher Kündigungsrate, kann über die Zeit weniger Umsatz bringen als ein kleinerer Vertrag, der über Jahre verlängert wird. Es lohnt sich, den ACV zusammen mit Bindungskennzahlen wie money.business.nrr zu betrachten.
ツールくん

Übrigens – warum der „Gesamtbetrag“ allein Vertragsgrößen nicht vergleichbar macht

Im SaaS-Vertriebsalltag stehen Ein-, Zwei- und Dreijahresverträge regelmäßig nebeneinander in derselben Pipeline. Vergleicht man sie nur anhand des Gesamtbetrags, entsteht leicht ein falscher Eindruck: Ein Einjahresvertrag über 10.000 € wirkt kleiner als ein Dreijahresvertrag über 15.000 €, dabei trägt der Einjahresvertrag (10.000 € pro Jahr) tatsächlich mehr zum Jahresumsatz bei.

Rechnet man alle Verträge auf den ACV um – einen gemeinsamen „pro Jahr“-Maßstab –, verschwindet diese durch unterschiedliche Laufzeiten verursachte Verzerrung. So lassen sich die Leistung von Vertriebsmitarbeitern fair bewerten und Prioritäten bei Opportunities setzen. Deshalb führen die meisten SaaS-Vertriebs-Dashboards den ACV als Standardkennzahl.

Der ACV passt gut zu money.business.mrr_arr (unternehmensweite MRR/ARR-Simulation) und money.business.arr_per_employee (ARR pro Mitarbeiter): Summiert man den ACV jedes einzelnen Vertrags, ergibt sich genau der gesamte ARR des Unternehmens – dieses Zusammenspiel zu verstehen erleichtert es, die Kennzahlen miteinander zu verknüpfen.